Das Bild aus einem Animationsfilm: So könnte die Windkraft-Konzentrationsfläche im Lechrain im Rotwald aussehen. Foto: Schmid

Lechrain: Bürger können Windkraft-Einwände äußern

Lechrain - Wer Einwände gegen den Flächennutzungsplan hat, der auf die Errichtung des geplanten Windparks bei Denklingen abzielt, kann seine Argumente ab sofort vorbringen.

Wie bereits mehrfach berichtet, hat der Gemeinderat Denklingen bereits am 25. März die Aufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplans in Sachen Windkraft beschlossen: Dadurch soll künftig der Bau von Windkraftanlagen auf dem gesamten Gebiet der Gemeinden Apfeldorf, Denklingen, Kinsau, Rott und des Marktes Dießen - diese Kommunen gehören zum Geltungsbereich des Teilflächennutzungsplans - gesteuert werden.

Ziel ist es, im gesamten Geltungsbereich nur eine einzige Konzentrationsfläche für Windräder auszuweisen und gleichzeitig die Errichtung von weiteren Windrädern in diesen Gemeinden damit auszuschließen. Die Konzentrationszone soll mit einem Windpark im Rotwald realisiert werden.

Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München hat mittlerweile im Auftrag der Gemeinde Denklingen den sachlichen Teilflächennutzungsplan ausgearbeitet. Da nun das Planungskonzept vorliegt, haben alle interessierten Bürger jetzt die Möglichkeit, Einsicht in die Unterlagen zu nehmen. Dies ist entweder direkt in der Denklinger Gemeindekanzlei möglich (Öffnungszeiten: vormittags von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, nachmittags am Montag und Dienstag zwischen 14 und 16 Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr) - oder im Internet unter der Adresse www.denklingen.de/sites/aktuelles/windenergie_denklingen.html.

Sowohl im Rathaus als auch im Internet kann der Entwurf des sachlichen Teilflächennutzungsplans nebst seinen gesamten Anlagen mit Begründung und Umweltbericht angeschaut werden. Bis zum 16. August können alle Bürger, sowohl die Einwohner des Geltungsbereiches als auch sonstige Bürger, die betroffen sein könnten, Einwände vorbringen. Diese Äußerungen sind direkt an die Gemeinde Denklingen zu richten. Sämtliche eingegangenen Einwände werden dann von der Gemeinde geprüft und vollinhaltlich dem Gemeinderat vorgelegt. Der muss dann darüber entscheiden. Doch nicht nur die Bürger, sondern auch die relevanten Behörden werden beteiligt und können ihrerseits Einwände bzw. Verbesserungsvorschläge vorbringen.

Bis das Flächennutzungsplanverfahren abgeschlossen ist, wird es noch etwa ein Jahr dauern. Der erste Windkraftmast wird aber vermutlich nicht vor dem Frühjahr 2015 stehen, schätzt Denklingens Verwaltungschef Johann Hartmann. Denn neben dem Flächennutzungsplanverfahren müssen auch noch das Raumordnungs- und das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz durchgehen.

Die Gemeinde Fuchstal, an deren Windkraftplanungen sich die Gemeinden Reichling und Vilgertshofen angeschlossen haben, stellt für ihr Gebiet einen eigenen Flächennutzungsplan auf - samt einer eigenen Konzentrationsfläche, die direkt an das Denklinger Windkraftgebiet anschließt. Somit soll auf Denklinger und Fuchstaler Flur im Endeffekt eine zusammenhängende große Windkraftfläche entstehen.

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