Auch heute schon genießen die Buben und Mädchen des Kindergartens immer mal wieder bei kleinen Ausflügen und Wanderungen die Waldatmosphäre. foto: fkn

Neuer Waldkindergarten

Fuchstal - Auch im Fuchstal soll es ab dem Frühjahr 2015 einen Waldkindergarten geben. 15 bis 18 Kinder können im Hinterried an der Flurgrenze zwischen Leeder und Denklingen nach Herzenslust draußen spielen. Für Mittwoch, 26. November, ist ein Infoabend geplant.

Im Hinterried am Hummelbach wird das Domizil des neuen Fuchstaler Waldkindergartens sein, schon bisher wurde der dortige Feldstadel vom siebengruppigen Fuchstaler Kindergarten gelegentlich genutzt, etwa für die Projektwochen Wald. Für den künftigen Waldkindergarten steht der Stadel dann als dauerhafter Unterschlupf zur Verfügung, wenn es einmal ordentlich schüttet oder zu kalt ist, um sich lange im Freien aufzuhalten. Bei schönem Wetter geht es raus auf die Wiese am Hummelbach in Leeder/Grenzgebiet Denklingen, das Grundstück gehört der Gemeinde Fuchstal und wird im Auftrag von einem Landwirt gepflegt.

Betreut werden sollen die bis zu 18 Kinder von zwei pädagogischen Fachkräften. Eine von ihnen ist die pädagogische Leiterin des Waldkindergartens, Thea Wolf, die auch als Ansprechpartnerin für alle Fragen fungiert. Geklärt werden können diese auch beim Informationsabend, der für Mittwoch, 26. November geplant ist. Interessierte Eltern treffen sich um 20 Uhr im Gasthaus Blätz im Fuchstal (am Bahnhof 1, zwischen Leeder und Asch).

Die Formalitäten für den Fuchstaler Waldkindergarten sind bereits ins Rollen gebracht, der Betrieb beim Landratsamt beantragt. Kürzlich fand ein Ortstermin statt, an dem auch Vertreter des Landratsamtes und die Bürgermeister von Fuchstal und Denklingen teilnahmen. Thea Wolf rechnet damit, dass die Genehmigung ab Januar vorliegt.

Losgehen soll es ohnehin erst zum 1. April, es bleibt also noch genügend Zeit, alles für die Ankunft der kleinen Schützlinge herzurichten. Träger des Waldkindergartens im Fuchstal ist der MoMo-Verein Fuchstal, der schon intensiv für die Einrichtung Werbung macht.

Längst seien die Vorteile, die ein Waldkindergarten bieten kann, bekannt, formuliert es die pädagogische Leiterin in einer Pressemitteilung: Kinder seien durch ein gestärktes Immunsystem, das sie durch den ständigen Aufenthalt in der Natur bei Wind und Wetter aufbauen, gesünder. „Geweckt werden auch die kindliche Neugier, Forscherdrang und die Entdeckungslust“, so die Pädagogin. Statt mit Plastikspielzeug beschäftigen sich die Kinder mit der Tier- und Pflanzenwelt vor der eigenen Haustür. Neben Sinnes-, kognitiver und Bewegungsentwicklung habe die emotionale Entwicklung einen wichtigen Stellenwert. „Je lebendiger wir sein können, desto näher sind wir am Menschsein“, wirbt Wolf. Und weiter: „Je mehr wir uns entfalten können, je mehr wir wachsen können, desto zufriedener sind wir.“

Wer vorab Fragen zum Waldkindergarten hat: Thea Wolf ist unter der Nummer 08243/3053 für weitere Informationen erreichbar.

Elke Robert