Da der jetzige Handymast (Bild) nicht ausreicht, soll ein neuer her. foto: ms

Neues Grundstück für den Handymasten gesucht

Apfeldorf - Für den umstrittenen neuen Handymast will die Gemeinde Apfeldorf jetzt selbst ein Grundstück suchen - damit der Mast künftig wenigstens auf gemeindeeigenem Grund steht.

Weil ihnen wichtig war, dass der Mast auf eigenem Grund steht, diskutierte der Gemeinderat und kam dann auch bzu dem gewünschten Ergebnis bei der jüngsten Sitzung. Bürgermeister Georg Epple wurde beauftragt, nach einem geeigneten Grundstück Ausschau zu halten, das die Gemeinde erwerben könnte.

Wie berichtet, will die „Deutsche Funkturm“ in Apfeldorf an der Hüttenleiten einen neuen, 36 Meter hohen Handymast errichten, der dann den bisherigen ersetzen soll. Denn der alte Mast ist bereits voll mit Antennen bestückt und reicht den insgesamt vier Mobilfunkbetreibern, die den Apfeldorfer Standort nutzen, nicht mehr aus. Der neue Mast, gegen den es starke Bürgerproteste und eine Unterschriftenaktion gegeben hatte (wir berichteten), soll sechs Meter höher werden als der alte.

Nachdem in der Vergangenheit verschiedene Optionen erörtert worden waren, wie bzw. ob die Gemeinde gegen die Pläne der Mobilfunkbetreiber vorgehen könnte, berichtete Gemeinderat Heinrich Keller jetzt von einer Zusammenkunft mit den Fachleuten, die zwischenzeitlich stattgefunden hatte.

Neben Vertretern von „Deutsche Funkturm“ und den Mobilfunkanbietern waren bei dem Gespräch auch ein Rechtsanwalt, ein Fachmann für Bebauungspläne, Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft Reichling sowie Bürgermeister Epple und die Gemeinderäte Heinrich Keller und Johann Sievers anwesend.

Über den Inhalt des Gesprächs berichtete Keller: Es sei dargelegt worden, dass diejenigen Mobilfunkunternehmen, die Lizenzen erworben hätten, dadurch auch berechtigt wären, in den Gemeinden Masten aufzustellen. Man könnte höchstens einen anderen Standort anbieten.

Die Gemeinde sei verpflichtet, die Versorgung von Apfeldorf zu ermöglichen - allerdings nicht die der umliegenden Orte. Was die Strahlung angeht: Diese trete vor allem dann auf, wenn auch Funkverkehr herrsche - so sei es in der Unterredung dargelegt worden.

Richard Ehlich sah ein Problem darin, dass der alte, bereits bestehende Mast auf Privat- und nicht auf Gemeindegrund steht. Dadurch sei die Gemeinde erst spät über die Pläne, dass ein neuer Mast errichtet werden solle, informiert worden. Zunächst seien nur mit dem Grundstücksbesitzer Verhandlungen geführt worden, nicht mit der Gemeinde.

Ehlich schlug vor, die Gemeinde sollte sich ein eigenes Grundstück suchen, auf dem der neue Mast entstehen könnte. Er meinte, die Gemeinde wäre dann in einer besseren Position als bisher, und würde dann wenigstens selbst von den Einnahmen profitieren: Wenn schon, dann sollte das Geld auch allen zugute kommen und nicht nur einem Einzelnen, argumentierte er - „denn es sind ja auch alle Bürger betroffen“.

Epple versprach, sich an der Hüttenleiten nach einem Grundstück umzusehen.

Über einen möglichen Bebauungsplan, der jüngst zur Diskussion stand, um damit weitere Mobilfunkauswüchse zu verhindern (bzw. die Masthöhe einzuschränken), wurde in der Sitzung nicht weiter diskutiert. Dazu meinte Epple, der Bebauungsplan würde komplett zirka 20 000 Euro kosten. Seiner Ansicht nach aber mit wenig Aussicht auf Erfolg. Deshalb wird er vorerst nicht weiterverfolgt.

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