Glückwünsche für den neuen CSU-Landratskandidaten Thomas Eichinger (in der Mitte) von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (links) und den Landsberger CSU-Kreisvorsitzenden Alex Dorow. Foto: ms

CSU nominiert Landratskandidaten für Landsberg: Eichinger soll auf Eichner folgen

Lechrain - Thomas Eichinger heißt der Kandidat der CSU für das Amt des Landrates im Landkreis Landsberg. Mit dem 39-jährigen Schondorfer will die CSU bei den Wahlen am 16. März nächsten Jahres ins Rennen gehen.

Eichinger soll also auf Eichner folgen: So sieht zumindest der Wunsch der Christsozialen für das Amt des Landrates aus, das im nächstes Jahr neu besetzt wird. Für den Kandidaten entschieden sich die Delegierten am vergangenen Samstag in der Kreisvertreterversammlung in Weil.

Große Überraschung herrschte unter den Delegierten, als der CSU-Kreisvorsitzende Alex Dorow schon nach dem ersten Wahlgang verkündete: „Wir haben bereits einen Kandidaten gefunden!“ Denn eigentlich hatten sich alle auf eine Stichwahl eingestellt, da ja gleich vier Kandidaten zur Auswahl standen.

Doch mit 56 Stimmen erreichte Eichinger sofort die nötige absolute Mehrheit und konnte damit etwas über die Hälfte der insgesamt 111 Delegierten hinter sich bringen. Gewählt wurde streng geheim in Wahlkabinen.

Das zweitbeste Ergebnis erzielte der Hurlacher Bürgermeister Wilhelm Böhm mit 26 Stimmen, vor dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Kießling aus Denklingen mit 16 und dem Finninger Rechtsanwalt Bernhard Kösslinger mit 13 Stimmen.

Vor der Abstimmung hatten sich die vier Bewerber sehr ausführlich mit ihren Zielsetzungen den Delegierten vorgestellt. Die Reihenfolge, in der sich die Bewerber vorstellen konnten, wurde durch das Los entschieden.

Thomas Eichinger punktete dabei vor allem mit seiner frei vorgetragenen Rede ganz klar durch seine ausgezeichnete Rhetorik. Schnell wurde klar: Da steht jemand, der ganz klare Ziele hat - und diese auch mit großer Überzeugungskraft zu formulieren vermag.

Dabei machte er auch deutlich, wie sehr ihm der Job des Landrates am Herzen liegen würde: „Als Walter Eichner gesagt hatte, dass er nicht mehr antreten würde, wusste ich schnell: ‘Das ist genau die Aufgabe, die ich machen möchte’“, erklärte Eichinger, der derzeit neben seinen Ämtern als Kreisrat und Schondorfer Gemeinderat auch stellvertretender Kreisvorsitzender und CSU-Ortsvorsitzender in Schondorf ist.

Kontrovers diskutiert wurde bei den Bewerbervorstellungen das Thema MVV: Wilhelm Böhm strebte klar eine Mitgliedschaft beim MVV an (allerdings „zu bezahlbaren Konditionen“), während Eichinger es für sinnvoller hielt, lieber mehr Betriebe hier im Landkreis anzusiedeln - da der MVV-Beitritt übermäßig teuer wäre und die Züge Richtung München eh schon übervoll seien.

Michael Kießling und Bernhard Kösslinger wiesen ebenso auf die Kostenfrage hin und meinten, dass man erst mit Augenmaß prüfen sollte, zu welchen finanziellen Konditionen man einen MVV-Beitritt bekommen würde.

Dorow: „Es gibt

keine Verlierer!“

Alex Dorow betonte nach der Wahl, dass die drei nicht gewählten Bewerber keinesfalls „verloren“ hätten, sondern auch weiter mit in den Wahlkampf eingebunden werden sollen. „Wir brauchen auch noch ein paar Frauen - und dann können wir ein Team zusammenstellen, das uns voranbringen wird“, so Dorow.

Der nominierte Kandidat Thomas Eichinger versprach, „mit allem Einsatz“ für seine Wahl zum Landrat des Landkreises Landsberg zu kämpfen.

ms

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