Schüler im Forscherfieber

Apfeldorf - Wie kann man einen Würfel zum Rollen bringen? Kann eine Kerze ohne Sauerstoff brennen? Bei der „Miniphänomenta“ konnten Grundschüler aus Apfeldorf und Kinsau alles erforschen.

Naturwissenschaftliche Phänomene entdecken und technische Zusammenhänge begreifen: Dies konnten die Schüler an insgesamt 52 Experimentierstationen, die zwei Wochen lang im Apfeldorfer Schulhaus aufgebaut waren und den Kindern zur Verfügung standen. Mit großer Begeisterung nutzten die Grundschüler die einzigartige Gelegenheit, an den Stationen auf eigene Faust zu forschen, und gewannen dabei viele nützliche Erkenntnisse. Probieren geht über Studieren, lautete dabei die Devise. Die Lehrer hielten sich dabei so gut wie möglich im Hintergrund und ließen die Schüler weitgehend selbst ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln.

Die Ergebnisse ihrer Forschungen präsentierten die Schüler jetzt im Rahmen des Schulfestes. Die Mütter und Väter staunten nicht schlecht, was sie von den Grundschülern an den verschiedenen Stationen vorgeführt und erklärt bekamen. So wurde zum Beispiel an einer „Handbatterie“ demonstriert, dass der menschliche Körper Teil eines Stromkreises sein kann, an PVC-Rohren wurden verschiedene Töne erzeugt, indem man mit einem Badeschuh draufschlug, und woanders wurde gerade ein Kurzschluss gebaut.

Filterscheiben zeigten die Phänomene der Farbmischung, ein Kinorad demonstrierte, wie das menschliche Auge einzelne Bilder als Film wahrnimmt, und mit einem „Wärmetaster“ wurde unter Beweis gestellt, dass sich verschiedene Stoffe bei gleicher Temperatur unterschiedlich warm anführen können. Magnetische Felder, die Schwingungsdauer von Pendeln und Größentäuschungen wurden ebenso untersucht wie die Viskosität von Flüssigkeiten und Spiegel-Phänomene. Die Kinder konnten an den Stationen durch eigenes Ausprobieren herausfinden, dass durch Reiben Elektrizität entsteht, dass ein Stein im Wasser an Gewicht verliert, dass das menschliche Ohr auch Längen hören kann oder dass ein leichter Ball in einem gleichmäßigen Luftstrom zu schweben beginnt.

Die Miniphänomenta-Stationen wurden der Schule vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) kostenlos zur Verfügung gestellt. In ganz Bayern haben jedes Jahr zwölf Schulen die Möglichkeit, an der Aktion teilzunehmen. Umso mehr freute sich Rektorin Elke Arle, dass die Bewerbung der Grundschule Apfeldorf-Kinsau erfolgreich war. Gemäß den Zielen der Miniphänomenta sollten die Eltern nun möglichst einige der Stationen nachbauen und diese dann der Schule zur Verfügung stellen, damit auch in Zukunft geforscht werden kann.

Manuela Schmid

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