Der gemeindeeigene Schulbus wird auch weiterhin zwischen Apfeldorf und Kinsau hin- und herfahren. Foto: ms

Schulbus pendelt vorerst weiter zwischen Apfeldorf und Kinsau

Apfeldorf/Kinsau - Der Schulbusbetrieb zwischen Apfeldorf und Kinsau soll vorerst weiter betrieben werden wie bisher.

Die Schul- und Kindergartenkinder aus Apfeldorf und Kinsau werden auch weiterhin von dem bewährten Fahrer Erwin Zwick mit dem gemeindeeigenen Schulbus befördert - zumindest so lange, wie der Bus noch verkehrssicher ist und einwandfrei fährt. Wie berichtet, hatte die Gemeinde Apfeldorf den Vertrag mit Busfahrer Erwin Zwick bereits bis zum Ende des aktuellen Schuljahrs verlängert, nachdem eine Ausschreibung der Schülerbeförderung im Oktober vergangenen Jahres kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht hatte. Zudem hatte die Schulleitung damals eindringlich gebeten, den Betrieb mit dem eigenen Bus und Fahrer Zwick aufrechtzuerhalten.

Der Grund für die neuerliche Diskussion im Gemeinderat Apfeldorf war jetzt ein Dringlichkeitsantrag von Gemeinderat Peter Rohe, der die Beförderung auch für die Zukunft geklärt haben wollte. Er erinnerte daran, dass es vor zweieinhalb Jahren den Gemeinderatsbeschluss gegeben habe, dass kein neuer Schulbus mehr gekauft werden solle, wenn der Busfahrer in Rente gehe. Für Rohe stellte sich nun die Frage, ob dieser Beschluss noch Gültigkeit habe oder nicht.

Zudem hätte sich die Ausschreibung der Schülerbeförderung auf das jetzige Schuljahr bezogen. Man könnte für das kommende Schuljahr aber auch eine neue Ausschreibung mit einem optimierten Stundenplan machen, führte Rohe ins Feld. Bürgermeister Georg Epple berichtete, die Nachbargemeinde Kinsau sei auch dafür, den Busbetrieb wie bisher aufrechtzuerhalten. Zudem würde es mit einem größeren Bus in Kinsau Wendeprobleme geben, wie der Apfeldorfer Bürgermeister in Erfahrung gebracht hatte.

Gemeinderat Heinrich Keller wandte ein, dass der Bus vielleicht auch am Kinsauer Feuerwehrhaus halten könnte, so dass die Kinder dann von dort aus zum Schulhaus laufen müssten. Robert La Rosa meinte, die Gemeinde Apfeldorf müsste sich einmal generell überlegen, was sie mache, wenn der derzeitige Bus „den Geist aufgibt“. Ob in dem Fall ein neuer gekauft werden sollte oder nicht.

Bürgermeister Georg Epple sieht momentan keinen Handlungsbedarf: „Wir sollten den Bus noch so lange verwenden, wie er noch läuft.“ Man wisse zwar nicht, wie lange das noch der Fall sein wird, aber „wir hoffen, dass dem Bus für die nächste Zeit so weit nichts fehlen wird“, erklärte Epple.

Mit dem Busfahrer sei die Sache übrigens auch geklärt - er sei bereit, so lange weiterzufahren. Für die Kinder sei diese Lösung „ein Segen“, argumentierte der Bürgermeister. Auch Manfred Lieb war dafür, den Betrieb so aufrechtzuerhalten: „Wir haben ja gesehen, dass Fremdfirmen teurer kommen würden“, erinnerte er an die Ausschreibung. Die Gemeinde könne sich ja informieren, ob im Notfall, fall der Bus wirklich kaputt gehen würde, ein Fahrzeug ausgeliehen werden kann. Epple meinte, dass im Notfall schon ein Fahrzeug herzukriegen wäre - es gebe ja auch Leasingfirmen, und auch von Werkstätten könnte man unter Umständen einen Bus ausleihen.

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