In der Lechstadt regiert Frauenpower

Schongau - Frauenpower regiert in Schongau, zumindest statistisch gesehen: Denn es gibt unter den 12 608 Einwohnern der Stadt mehr Frauen als Männer.

Zunächst die gute Nachricht: Schongau wächst! Wohnten zum Ende des Jahres 2011 noch 12 544 Frauen und Männer in der Lechstadt, sind es derzeit bereits 12 608 Einwohner. Zum Vergleich: 2008 zählte die Stadt Schongau schon mal 12 632 Mitbürger.

Aufgeteilt sind die derzeit 12 608 Schongauer auf 6123 Frauen und 5913 Männer. Damit haben die Frauen - wie in den vergangenen Jahren - weiterhin das Sagen.

Gestiegen ist im vergangenen Jahr - einhergehend mit dem allgemeinen Zuwachs - auch die Zahl der Erstwohnsitz-Schongauer: Von 11 979 Bürgern im Jahr 2011 auf derzeit 12 036. Und: Beim sogenannten Wanderungsverhalten, also dem Vergleich von Zuzügen (832) und Wegzügen (742) im Jahr 2012, ist ein Wanderungsgewinn von 90 Personen zu verzeichnen.

Jetzt aber die schlechte Nachricht: „Stellt man die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr ins Verhältnis mit den Sterbefällen, ist ein Rückgang der Einwohnerzahl ersichtlich“, sagt Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl mit dem Blick auf die Statistik.

In Zahlen: 2012 erblickten 103 echte Schongauer das Licht der Welt, das sind 15 mehr als im Vorjahr. „Die Zahl der beurkundeten Sterbefälle von 128 verdeutlich aber, dass mehr Schongauer von uns gehen, als geboren werden“, bilanziert der Rathauschef. Der demographische Wandel macht somit auch vor der Lechstadt nicht Halt.

Unter den Schongauern leben auch 1726 ausländische Mitbürger aus 73 Nationen. Im Jahr zuvor waren es noch 1693 ausländische Mitbürger aus 69 Nationen. Den größten Anteil dieser Schongauer macht macht die Volksgruppe der Türken (560) aus. Dahinter folgen Serbien-Montenegro (159), Italien (129) und Griechenland (121).

Rund 53 Prozent der Schongauer sind römisch-katholischen Glaubens, rund 14 Prozent evangelisch, und rund 33 Prozent gehören einer anderen oder keiner Konfession an.

Viel zu tun hatten im vergangenen Jahr die Mitarbeiter im Schongauer Standesamt: Insgesamt 68 Paare gaben sich vor den Standesamten das Ja-Wort. Das sind acht mehr als noch im Vorjahr. „Ansporn für für den Heiratswunsch waren in diesem Jahr sicher auch markante Hochzeitsdaten wie der 12. Dezember, an dem gleich drei Ehen geschlossen wurden“, berichtet Gerbl weiter.

Beim Blick in die statistischen Daten der Stadt aus dem vergangenen Jahr hat Bürgermeister Gerbl auch die beliebtesten Vornamen der neugeborenen Schongauern herausgesucht: Bei den Mädchennamen war Magdalena am beliebtesten, gefolgt von Maria und Marie. Bei den Buben standen die Namen Elias, Maximilian und Paul ganz weit oben.

Jochen Schröder

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