Rosserer trotzen Wetter

Leonhardi: Brauchtumsritt, der von Herzen kommt

Rottenbuch - Beim Rottenbucher Leonhardiritt haben am Sonntag die Rosserer allesamt dem Wetter getrotzt.

Beim Rottenbucher Leonhardiritt haben am Sonntag die Rosserer allesamt dem Wetter getrotzt. 142 Pferde, 15 Kutschen und Festwagen sowie die vier Musikkapellen aus Böbing, Schönberg und Bad Bayersoien ließen sich von Regen, starkem Wind und einer Temperatur von gerademal fünf Grad nicht abschrecken.

Pünktlich zur Aufstellung des Zuges draußen am Hoffeld am südlichen Ortsende von Rottenbuch setzte heftiger Regen ein. Als ob das nicht schon genug der wetterlichen Unbilden wäre, kam auch noch heftiger Westwind dazu mit dem Ergebnis, dass so mancher Regenschirm umgeknickt wurde.

Übel war es vor allem für die Musiker der vier Musikkapellen, die mit allerhand Tricks versuchten, ihre Instrumente vor dem Regen zu schützen. Wohl denen, die ein trockenes Plätzchen in den noblen überdachten Landauern ergattern konnten. Das waren die Bürgermeister aus Rottenbuch und Umgebung sowie die Schwestern aus dem Heim Maria Auxilium.

Dem Wetter getrotzt hat aber auch die Geistlichkeit mit Pfarrer Gerhard Gumpinger und Diakon Hans Steinhilber, die sich hoch zu Ross in den Zug vom Hoffeld hin zur Rottenbucher Pfarrkirche mit eingereiht haben.

Ganz kurzfristig hatten sich die Organisatoren um Magnus Stückl und in Absprache mit Gerhard Gumpinger und Bürgermeister Andreas Keller für den Gottesdienst in der Kirche und nicht - wie bereits vorbereitet - auf dem Fohlenmarktplatz entschieden. Rottenbuchs Seelsorger sagte: „Ich bin beeindruckt, dass trotz des Wetters so viele Rosserer gekommen sind.“ Beim Leonhardiritt gehe es darum, von dem im 16. Jahrhundert lebenden Heiligen die Fürsprache und den Segen für die Rösser und das Vieh zu erbitten, aber auch darum, Haus und Hof unter den Schutz Gottes zu stellen. Wörtlich sagte Gumpinger: „Wir stehen alle im Dienst Gottes, öffnen wir uns ihm.“

Leonhardiritt Rottenbuch: Regen und Kälte getrotzt

Leonhardiritt Rottenbuch: Regen und Kälte getrotzt

Andreas Keller, letztmalig als Bürgermeister von Rottenbuch Mitorganisator des Leonhardiritts, sagte, es sei immer ein schöner Anlass gewesen, diesen christlichen, bäuerlichen Festtag mit vielen Leuten zu feiern. Dieser Brauchtumsritt komme vom Herzen heraus, und diesem wolle er auch nach seiner Amtszeit als Bürgermeister treu bleiben.

Für Böbings Bürgermeister Peter Erhard ist es immer wieder eine große Ehre, „dass wir mit dem Trachtenverein, der Musikkapelle, Kutschen und Reitern dabei sein dürfen“.

Den Gottesdienst hat diesmal die Musikkapelle aus Bad Bayersoien mit Kirchenliedern und Chorälen musikalische gestaltet. Dirigent war Josef Hack. Noch vor Beginn des Gottesdiensts hat Gerhard Gumpinger Ross und Reiter gesegnet und danach umgehend den heimischen Stall empfohlen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kinder stürmen neuen Abenteuerspielplatz in Peiting
Darauf haben die Peitinger Kinder sehnlichst gewartet: Am vergangenen Freitag ist der neue Abenteuerspielplatz neben der Eishalle offiziell eröffnet worden. Rund 80 000 …
Kinder stürmen neuen Abenteuerspielplatz in Peiting
Bund investiert 6,8 Millionen Euro in neues „Burg“-Dach
Es ist eine der weithin sichtbaren Baumaßnahmen in der Franz-Josef-Strauss-Kaserne in Altenstadt, die jüngst begonnen hat. Die denkmalgeschützte „Burg“ bekommt ein neues …
Bund investiert 6,8 Millionen Euro in neues „Burg“-Dach
Pflege: Druck aus dem System nehmen
„Der Pflegenotstand ist nach Corona nicht vorbei.“ Darauf verweist Christian Osterried, Leiter des Heiliggeist-Spitals in Schongau. Allein fünf Stellen für …
Pflege: Druck aus dem System nehmen
Krankenhaus, Müll und Radom - Kreistag debattiert lieber hinter verschlossenen Türen
Der Kreistag hat nach gut zweistündiger Debatte seine neue Geschäftsordnung beschlossen, die regelt, wie in den kommenden sechs Jahren gearbeitet werden soll. Eines wird …
Krankenhaus, Müll und Radom - Kreistag debattiert lieber hinter verschlossenen Türen

Kommentare