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Leonhardiritt in Schongau: "Es ist einfach unbeschreiblich schön"

Schongau - Der Leonhardiritt durch die Altstadt in Schongau hat am Samstag die Zuschauer begeistert. "Ein großartiges Erlebnis", freute sich Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl. Hier sehen Sie die Bilder.

„Es ist ein großartiges Erlebnis, durch die Altstadt mit der Kutsche zu fahren. Ich hoffe, dass dieses Brauchtum, das man hier in unserer Stadt so traditionell pflegt, nicht aufgegeben wird“. Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl spricht allen Reiterinnen und Reiter aus der Seele, die sich nach dem gelungenen Umritt zu einer Brotzeit auf dem Bürgermeister Schaegger-Platz zusammengefunden haben.

Prächtig geschmückte Rösser mit ihren Reiterinnen und Reitern hatten sich am Pferdebrunnen vor der St. Sebastians-Kirche vor dem Umritt versammelt. Zusammen mit vielen Gästen nahmen sie am Gottesdienst teil, den Pfarrer Hartwig Obermüller zelebrierte. Die musikalische Umrahmung der Leonhardi-Messe wurde von der Bläsergruppe der Stadtkapelle Schongau gestaltet. Nach dem Gottesdienst segnete Pfarrer Obermüller Pferde und Reiter, danach ist es ihm vorbehalten, in der Ehrenkutsche Platz zu nehmen und zusammen mit Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl und Josef Reßle am Leonhardi-Ritt durch die Altstadt teilzunehmen.

Leonhardiritt in Schongau

Leonhardiritt in Schongau

Hell klingende Marschmusik der Stadtkapelle, Pferdegewieher und das Klappern der Hufe erschallen bei dem Umritt, der unter Beifall der vielen Zuschauer am Bürgermeister Schaegger-Platz endet. Dort geben die mit Blumen geschmückten Pferde unter den goldgelb leuchtenden Laubbäumen ein farbenfrohes Bild ab, das von vielen Besuchern mit den Kameras festgehalten wird. Mitten im Getümmel ein überaus zufriedener und sich bedankender Franz Reßle, dem die Freude über die geglückte Veranstaltung ins Gesicht geschrieben steht. „Es beglückt das Herz, wenn man sieht, wie sich diese Veranstaltung entwickelt hat“ erklärt der Organisator und ergänzt: „Es freut mich narrisch, dass so viele Reiterinnen und Reiter in Tracht erschienen sind“. Dabei erinnert er an die Anfänge des Leonhardi-Ritts in Schongau Anfang der 80er Jahre, als genau vier Rösser mit ihren Reitern den „Startschuss“ zu diesem Umritt gaben. Reßle hätte sich damals nie zu träumen gewagt, was sich daraus für eine tolle Veranstaltung entwickelt hat.

Dass viele Reiterinnen und Reiter aus den umliegenden Gemeinden um Schongau teilnehmen, ist für Reßle eine Bestätigung seiner Arbeit bei Vorbereitung und Durchführung. Sein Debüt in diesem Jahr gab Thomas Bader aus Peißenberg-Hohenwart, der mit Freundin Kerstin und seinen Schwestern Antonia, Franziska und Barbara das erste Mal hoch zu Ross dabei ist. Für das Quintett war es beeindruckend, die Altstadt aus einer nicht alltäglichen Perspektive zu genießen. Und die Frage, ob sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sein werden, quittieren alle mit einem nicht zu übersehenden Kopfnicken.

„Weil´s einfach schön ist“ ist der kurze Kommentar begleitet von einem charmanten Lächeln von Daniela Frey aus Sachsenried auf die Frage, was für sie der Reiz am Leonhardi-Ritt in Schongau ist. Sie ist schon mehrere Jahre in der Lechstadt beim Umritt dabei, in diesem Jahr auf einem Süddeutschen Kaltblut. Daniela gehört der Mannschaft von Konrad Gruber aus Peiting an, die sich mit fünf Rössern am Ritt beteiligte. „Schon allein der gemeinsame Ritt von Peiting nach Schongau war ein Genuss, der Umritt in der Altstadt aber die Krönung“ schwärmt Daniela.

Hans-Helmut Herold

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