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Immer wieder Thema im Gemeinderat: Die Verkehrssituation an der B 17 am Lustberghof.

Gemeinderat Denklingen

Lustberghof-Tankstelle: Zufahrten bleiben

Denklingen - „Die Gemeinde Denklingen wird darauf bestehen, dass die bisherigen Zufahrten bleiben und keine bauliche Mitteltrennung erfolgt.“ Mit diesen Worten bezog Bürgermeister Michael Kießling im Gemeinderat Position zur geplanten Tankstelle am Lustberghof und der Verkehrssituation auf der B 17.

Vom Weiler Guttenstall östlich der B 17, die zwischen Schongau und Landsberg-Süd sehr wohl für landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen ist, sollen Landwirte weiterhin nach links Richtung Schongau bzw. nach rechts Richtung Landsberg einbiegen können. Dies fordern Anlieger und auch der Bayerische Bauernverband in seiner Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Doch warum eigentlich die Sorge wegen einer „baulichen Mitteltrennung“ auf der B 17?

Hermann Streicher, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt, betont, dass die Behörde gar keine „bauliche Mitteltrennung“ auf der B 17 am Lustberghof anstrebe. Da müsse wohl was falsch verstanden worden sein, sagt er.

Vielmehr müsse beim Bau der Tankstelle der Streifen westlich der B 17 so gestaltet werden, dass Auto- und Lkw-Fahrer gar keine andere Lücke finden, als die zur Beschleunigungsspur Richtung Schongau. Auf diese Weise werde ein gefährliches Linksabbiegen Richtung Landsberg verhindert.

Verkehrssituation sorgte für Diskussionen

Wegen der geplanten Tankstelle am Lustberg war in der Diskussion der vergangenen Monate mehrmals von baulichen Maßnahmen die Rede um zu verhindern, dass Autos von der geplanten Tankstelle nach links auf die B 17 Richtung Landsberg auffahren. Erlaubt sein soll nur ein Einfädeln auf der zu bauenden Beschleunigungsspur Richtung Schongau. Wer nach dem Tanken wieder Richtung Landsberg möchte, muss zuerst nach Süden bis zur Abfahrt Epfach/Neuhof, dort die Bundesstraße verlassen, unterqueren und dann wieder Richtung Norden auffahren.

Im Gemeinderat sorgte die Verkehrssituation im Umfeld der geplanten Tankstelle für eine Diskussion. „Ich bin der Meinung, wir schaffen uns da eine zusätzliche Unfallquelle“, kommentierte Anita Gropp das Projekt. Ganz anders bewertete Stephan Egner das Thema. Im Vergleich zu dem, was sich drei Kilometer weiter südlich vor der Tankstelle in Kinsau abspiele („das reinste Harakiri“), sei die verkehrliche Situation mit der am Lustberghof inklusive Einfädelspur Richtung Schongau als sicher einzustufen.

Es geht nicht um Kinsau

Gemeinderat Anton Stahl bekundete, dass in Kinsau das Einbiegen auf die B 17 im 90 Grad-Winkel Richtung Schongau bzw. Richtung Landsberg weitaus gefährlicher sei. Da brauche es auf der Bundesstraße beim Lustberghof nicht einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Stimmen waren für Bürgermeister Kießling Anlass, daran zu erinnern, dass es „um unsere Tankstelle geht“ und nicht um diejenige bei Kinsau. Betont werden solle nicht der Vergleich mit in Kinsau, sondern vor allem, wie die Gemeinde sich gewerblich und städtebaulich fortentwickeln wolle.

Johannes Jais

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