Magnet für Rossbesitzer und das Dorf

Burggen - Ganz in Zeichen des Heiligen Eligius stand am gestrigen Sonntag die Gemeinde Burggen. 132 Reiter waren es, die Pfarrer Joachim Schnitzer nach Gottesdienst und Kirchenzug auf dem Kirchplatz gesegnet hat.

Es war ein stattlicher Zug, der von den 132 Reitern gebildet wurde. 132, Tendenz steigend. Vor zwei Jahren waren es noch 80. Angeführt wurde der Zug von Kreuzträger Sebastian Erhard. Dahinter folgte der Heilige Eligius im Bischofsgewand mit den beiden Ministrantinnen Michaela Bair und Birgit Pracht. Auf dem festlich geschmückten Vierspänner von Günter Sprenzel und Artur Ehlich hatte es sich die Musikkapelle bequem gemacht. Dahinter folgte die bunte Reiterschar auf ihren Kalt- und Warmblütern, die kleinen Mitreiter auf ihren Ponys. Auf dem Kirchplatz formierten sich Ross und Reiter für die Segnungsfeier. Die Musikkapelle spielte den „Festlichen Choral“ von Hans Hartwig, bevor Burggens Seelsorger an den Heiligen Eligius erinnerte. Der Bischof sei in seiner Diözese von Haus zu Haus gezogen und habe dabei Haustiere, Kinder und Erwachsene gesegnet. „Er hatte ein Herz für uns“, sagte Burggens Seelsorger und fügte an, „möge er sein Herz weit auftun, damit wir Weihnachten mit Freude erwarten können“. Der Heilige Eligius war ehemals Goldschmied und Münzenmacher, bevor er ein „gütiger und warmherziger Bischof wurde.“ Seine Fürsorge galt zeitlebens den Armen und Bedürftigen. Musikalisch hat die Blaskapelle mit Dirigent Herbert Sprenzel die Segnungsfeier mit dem Choral „Großer Gott ……“ gestaltet. Auf dem Umritt zur Eligius-Kapelle und durch die St. Anna-Straße hin zum geselligen Teil in der Reithalle, spielte die Kapelle bekannte Märsche. Für Bürgermeister Joseph Schuster bedeutet der Eligiusritt eine wichtige Tradition für Pferdebesitzer und das Dorf überhaupt. Der Segen des Heiligen habe für die Pferdebesitzer eine große Bedeutung. Wie all die Jahre zuvor auch schon, haben Hans Ehlich und Wolfgang Bock vom Burggener Reit- und Fahrverein wiederum gemeinsam den Eligius-Ritt organisiert.

Walter Kindlmann

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