Erstrahlt: Der restaurierte Innenraum von Maria Egg. hg

Maria Egg in Peiting: Gewaltiges geschafft

Peiting - Drei Jahre war die Wallfahrtskirche Maria Egg wegen der Innenrenovierung gesperrt. Jetzt kann mit großer Freude und Dankbarkeit die Wiedereröffnung gefeiert werden.

Zum Festgottesdienst mit Altarweihe am kommenden Sonntag, 27. Januar, bringt Erzbischof Reinhard Kardinal Marx Reliquien der beiden Seligen Kaspar Stanggassinger und Otto von Freising mit. Bereits am Vorabend erfolgt in einer feierlichen Lichterprozession die Übertragung des Gnadenbildes zurück aus der Pfarrkirche St. Michael. Angeführt von der Knappschafts- und Trachtenkapelle sowie den Fahnenabordnungen der Vereine.

„Herr, ich liebe die Zier deines Hauses, den Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt,“ mit diesen Worten bringt der Psalmist im Alten Testament zum Ausdruck, dass Gottes Herrlichkeit für den Menschen in der Schönheit des Gotteshauses sinnfällig wird. Wer schon einen Blick in die restaurierte Wallfahrtskirche Maria Egg werfen konnte, ist beglückt und angerührt von der sichtbaren Herrlichkeit. „Sie führt uns wie die Musik hinüber in die unsichtbare Herrlichkeit Gottes,“ gerät Kirchenmusiker Hermann Mergler ins Schwärmen. In froher Erwartung sind auch seine über 40 Chormitglieder bei den Proben.

Es ist schon gewaltig, was die Handwerker und Künstler in den drei Jahren geschafft haben. Dies wird nicht nur dem Fördervereinsvorsitzenden Klaus Hasselmann bewusst, der noch das Bild der ausgeräumten Kirche mit dem bis auf zwei Meter Höhe abgeschlagenen Putz vor Augen hat. Im Zuge der Renovierung fand die Erneuerung der gesamten Elektroanlage statt und wurde ein stufenloser Zugang über beide Eingangstüren geschaffen. Nicht nur das Gewölbe mit seinen zarten Frührokokostuckaturen erstrahlt im ursprünglichen Glanz. Auch die Altäre, Bilder, Skulpturen, Kanzel und Empore wurden vorbildlich gereinigt, konserviert und restauriert.

Im Hinblick auf die neue Orgel erhielt die Emporenkonstruktion bereits Verstärkung. Behutsam wagte man sich an einige Veränderungen. So ist das Gestühl nun wieder wie ursprünglich in einem Mittelblock zusammengerückt. Dem schlanken Raum entsprechend soll so der gemeinsame Blick der Gläubigen durch die zwei Seitenaltäre zur Mitte nach vorn, zum Altar und Gnadenbild gelenkt werden. Der „Schulterwundenheiland im Kerker“ rückte von seinem Schattendasein neben dem nördlichen Eingang unter die Kreuzgruppe gegenüber der Kanzel. Der neue würfelförmige Volksaltar aus flachem Bandwerk, Bronze matt verzinnt mit weißer Steinplatte ist ebenso wie der Ambo Symbol für die Unendlichkeit der Schöpfung und für die Harmonie. Es war ein Anliegen des Künstlerehepaares Hannah und Toni Stegmayer, dass er nicht mit dem Bestand in eine Konkurrenz tritt.

Dem Förderverein, der 420 000 Euro erwirtschaftete, ist es mit zu verdanken, dass die Arbeiten zügig fortgesetzt werden können: Chorgestühl, Orgel, Außenanlagen und Wiederaufstellung der „Hiemer-Krippe“.

hg

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