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Die Sanierung der Mehrzweckhalle kann voraussichtlich in die Dorferneuerung aufgenommen werden.

Gemeinderat

Mehrzweckhalle Reichling soll in die Dorferneuerung

Reichling - Die Sanierung der Reichlinger Mehrzweckhalle kann voraussichtlich in die Dorferneuerung aufgenommen werden. Die Gemeinde kann dabei mit Zuschüssen in Höhe von 60 Prozent rechnen.

Schon seit längerer Zeit ist die Gemeinde Reichling bemüht, Zuschüsse für die geplanten umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an der Mehrzweckhalle zu erhalten. Ein Großprojekt, das wohl mehrere hunderttausend Euro verschlingen wird. Jetzt die gute Nachricht: Der Gemeinde ist vom Amt für Ländliche Entwicklung in Aussicht gestellt worden, dass das Vorhaben wahrscheinlich über die Dorferneuerung abgewickelt werden kann.

„Ich freue mich riesig“, verkündete Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. „Es ist zwar bisher noch nicht in trockenen Tüchern, aber es ist uns bereits in Aussicht gestellt worden“, erklärte die Rathauschefin in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Anders als im Ortsteil Ludenhausen ist in Reichling die Dorferneuerung zwar eigentlich bereits abgeschlossen. „Es gibt jetzt aber ein neues Programm, mit dem Einzelprojekte gefördert werden können“, erläuterte Horner-Spindler. Dazu seien allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen: Zum Beispiel, dass kein Schulsport in der Halle stattfinde, und dass das Gebäude ein „Dorfgemeinschaftshaus“ sei und keine reine Sportanlage. Dann könnten 60 Prozent der Nettokosten von allen Renovierungsmaßnahmen bezuschusst werden.

Das neue Programm der Dorferneuerung ist noch so neu, dass es derzeit noch gar keine Anträge gibt: Diese werden voraussichtlich ab Mai erhältlich sein. Gleich im Mai will die Gemeinde dann auch den Antrag stellen. Anschließend müssen alle weiteren Planungsschritte mit dem Amt für Ländliche Entwicklung abgeklärt werden.

Horner-Spindler hatte in der jüngsten Sitzung aber nicht nur eine gute Nachricht zu verkünden, sondern leider auch eine schlechte: Für die Sanierung des Wasserleitungsnetzes (hierfür war ein Konzept erstellt worden) würden Kosten in Höhe von rund 250 000 Euro anfallen. Eine Summe, über die Horner-Spindler „geschockt“ war, wie sie selbst sagte. „Wir werden jetzt aber erst einmal prüfen, ob alles nötig ist“, so die Bürgermeisterin. Und zumindest würden auch diese Kosten dann von der Dorferneuerung bezuschusst werden, wenn alles klappt.

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen in der Mehrzweckhalle sollen auch gleich die Duschen erneuert werden. Zudem soll das Gebäude nach der Sanierung den Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung genügen, damit künftig bei Veranstaltungen bis zu 400 Menschen in die Halle eingelassen werden dürfen.

Dass Reichling mit der Mehrzweckhallensanierung noch abgewartet habe, sei die richtige Entscheidung gewesen, so Horner-Spindler im Hinblick auf die zu erwartenden Zuschüsse. Diese kann die Gemeinde wirklich gut gebrauchen, da momentan viele Projekte anstehen und finanziert werden müssen.

Dabei nannte sie die Maßnahme am Happerger-Gebäude in Ludenhausen, die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges, Kanal, Wasserleitungsnetz in Gimmenhausen und nicht zuletzt die Investitionen in den Straßenbau und die Baugebiete. Deswegen habe sie das Mehrzweckhallenprojekt auch schon „einige schlaflose Nächte gekostet“, so die Bürgermeisterin. Aber es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch einfacher, eine Genehmigung für eine Versammlungsstätte zu bekommen, als dies später vielleicht der Fall sein werdr.

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