Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt
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Michael Asam (62) genießt als Bürgermeister seit knapp 20 Jahren das Vertrauen der Peitinger.

Bürgermeister Michael Asam im Interview 

„Ich wünsche mir einen Investor fürs Kino“

Seit 1996 ist Michael Asam (62) Bürgermeister von Peiting. Spannende Jahre, in denen er sich vielen Herausforderungen stellen musste, um die Geschicke der Marktgemeinde zu lenken. Wie er 2015 erlebt hat und was er sich für das kommende Jahr wünscht, darüber hat der Rathauschef mit den Schongauer Nachrichten gesprochen.

Was war für Sie das wichtigste Ereignis im Jahr 2015? Das wichtigste Ereignis war die Geburt meines jüngsten Enkels Louis, der am 7. April gesund zur Welt kam. -Und welches das emotionalste? Der Tod einer nahen Angehörigen, die Stiefmutter meiner Ehefrau, die an Krebs erkrankt ist und überraschend schnell daran verstarb. Meine Ehefrau und ich haben die letzten Wochen und Stunden sehr nah bei ihr verbracht und erlebten einen schlimmen Leidensweg, der uns in unserem bisherigen Leben noch nicht begegnete. -Haben Sie erwartet, dass sich die Flüchtlingssituation so entwickelt? Dass sich die Flüchtlingssituation so drastisch entwickelt, hatte ich nicht erwartet. Was mir dabei besondere Probleme bereitet, ist die Vielzahl der Menschen, die untergebracht werden müssen. Dadurch einhergehend entsteht bei uns, dem Gemeinderat und meiner Person, ein unguter, ja psychischer Druck, bei der Unterbringung der Menschen, die im verständnisvollem Einklang mit unserer Bürgerinnen und Bürger geschehen soll, sowie den sozialen Frieden in unserer Gemeinde zu erhalten. -Sind Sie der Meinung, dass Peiting damit gut umgeht? Insgesamt geht Peiting sehr gut mit dieser Situation um. Wichtig waren die Informationsveranstaltungen sowie Einzelgespräche, die mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern geführt wurden. Mittlerweile haben wir ca. 160 Asylbewerber und Anerkannte im Ort, die bisher alle dezentral, in kleineren Einheiten untergebracht werden konnten. Alle wurden von den vielen ehrenamtlichen Bürgern des Asylhelferkreises freundlich empfangen und mit den notwendigsten Dingen, d-Boellerie man beim Bezug einer Wohnung braucht, versorgt. Außerdem werden die Asylbewerber vom Helferkreis in vielen Belangen des täglichen Lebens betreut. Dieser Helferkreis ist nicht nur ein Segen für die Menschen, die zu uns gekommen sind, sondern auch für unsere Gemeinde. Ich bin dankbar und heilfroh, dass es die vielen Menschen mit gelebter Menschenliebe in unserem Ort gibt. -Was könnte generell besser laufen im kommenden Jahr? Im großen und ganzen bin ich ganz zufrieden. Ich hoffe, dass wir 2016 nicht wieder von größeren Rückforderungen der Gewerbesteuer überrascht, und unsere Haushaltsplanungen empfindlich beeinträchtigt werden. -Was wünschen Sie sich als Bürgermeister für Peiting in 2016? Dass die finanzielle Ausstattung der Gemeinde stabil bleibt, um die Qualität unserer Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen, Sportstätten usw. weiterhin aufrechterhalten bzw. verbessern zu können. Der soziale Frieden in unserer Gemeinde weiterhin aufrechterhalten bleibt. Die Integration der neuen Mitbürger unterstützt und gelebt wird. Der Asylhelferkreis noch viele Unterstützer gewinnen kann. Und dass sich vielleicht doch noch ein Investor für ein Kinocenter findet. Die Planungen dafür, liegen fertig in der Schublade! -Und was wünschen Sie sich persönlich fürs kommende Jahr? Persönlich wünsche ich mir für das neue Jahr vor allem Gesundheit und a bisserl mehr Zeit für meine Ehefrau und Familie. Sowie, dass es mir gelingen möge, unsere liebenswerte Gemeinde weiterhin gut zu vertreten. 

Die Fragen stellte Sabine Krolitzki

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