Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Fans der Steine: Benjamin Bannert (li) und Markus Böhm. uf

Mini-Domino-Day in Dreifachturnhalle

Peiting - Einen Mini-Domino-Day haben zwei Mittelschüler aus Peiting in der Dreifachturnhalle durchgezogen.

„Die Schnecke ist mindestens fünf Mal umgefallen“, stöhnt Markus Böhm. Konzentriert setzt er einen Dominostein neben den anderen. Hinter ihm windet sich auf dem Boden der Dreifachturnhalle eine lange Reihe bunter Steine. Zusammen mit Freund und Mitschüler Benjamin Bannert veranstaltete der zwölfjährige Mittelschüler einen Mini-Domino-Day.

Die Schnecke steht inzwischen und Benjamin Bannert hat sicherheitshalber rundum ein Paar Steine aus der Domino-Straße genommen, damit nicht noch ein „Umfall“ passiert. Inzwischen arbeitet er an einem Zubringer zur lila-farbenen Pyramide, die er mit ruhiger Hand und viel Fingerspitzengefühl aufgebaut hat.

Markus Böhm bastelt am Konterfei der Comic-Figur Homer Simpson und setzt gelbe, weiße und schwarze Steine streng nach Vorlage in einen sogenannten Kamm, so dass elf Steine gleichzeitig aufgebaut werden können. Die Vorlagen hat er sich aus dem Internet ausgedruckt. Die beiden sind allein in der großen Turnhalle, was ihren Spaß aber nicht mindert.

„Eigentlich wollten noch mehr kommen, die haben uns aber kurzfristig abgesagt“, meint Böhm. Was wohl an der Kurzfristigkeit der Aktion lag. „Markus hat beim Bürgermeister nach einem Raum gefragt und schnell die Zusage bekommen. Innerhalb einer Woche musste alles organisiert werden“, erzählt seine Mutter Charlotte. Sie verbringt die Zeit von 10 bis 17 Uhr am Kuchenstand für die Besucher. Der Erlös und freiwillige Spenden sollen an das Tabaluga-Kinderhaus gehen.

Ihr Sohn baut derweil unverdrossen mit Freund Benni am Domino-Plan. Schon als Fünfjährige waren die Zwei von den schwarzen Spielsteinen fasziniert. Inzwischen wurde das Hobby fast zur Manie. Über 3000 Steine in den verschiedensten Größen und Farben haben sie angesammelt. „Markus denkt nichts anderes als Domino“, lacht Schwester Melanie. Nur fehlt zu Hause einfach der Platz. „Manchmal baut er im Wohnzimmer, dann darf man da nicht mehr durchgehen und unsere Katze wird in der Küche eingesperrt“, schmunzelt seine Mutter. Oder Markus stellt gewagte Konstruktionen, die auch mal die Treppe hinunterführen. Fasziniert ist Markus, seit er das erste Mal „Domino-Day“ im Fernsehen sah. Da reifte der Wunsch, so etwas selbst zu machen. Der Platz in der Turnhalle reicht, doch muss der Aufbau wegen fehlender Helfer eingeschränkt werden. Bis zum Höhepunkt, wenn der erste Stein gekippt wird. „Das Umfallen ist das Schönste“, schwärmt Benjamin und ist sich einig mit Markus. Weniger schön ist das Aufräumen.

Ursula Fröhlich

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