Die Mittelschule – Bildmitte mit blauen Fensterrahmen – kann den alten Kollegstufenbau (zweistöckiges Gebäude in Rosa oberhalb) mitnutzen. An der Mittelschule wird im kommenden Jahr das Dach saniert.
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Die Mittelschule – Bildmitte mit blauen Fensterrahmen – kann den alten Kollegstufenbau (zweistöckiges Gebäude in Rosa oberhalb) mitnutzen. An der Mittelschule wird im kommenden Jahr das Dach saniert.

Schulzentrum Schongau

Mittelschule nutzt nun den Kollegstufenbau

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Der Kollegstufenbau am Schulzentrum ist wieder in Besitz der Stadt und wird von der Mittelschule genutzt. Sieben Klassenzimmer wurden dort hergerichtet, der Bau dient nun als Interimslösung bis nach der Sanierung der Mittelschule. Das Fördergeld für die dortige Fassade ist nicht verloren, sondern wird ins Dach gesteckt.

Schongau – Im Januar ist der Kollegstufenbau wieder in den Besitz der Stadt zurückgefallen. Und war nun, wie bereits Ende 2020 angekündigt, im Schnelldurchlauf wieder hergerichtet worden, damit er von der Mittelschule genutzt werden kann. Das Wiederherstellen der sieben Klassenzimmer „Runderneuerung“ zu nennen, sei etwas zu hochgegriffen, erklärt es Till Penski von städtischen Bauamt, „aber wir haben das beste herausgeholt“.

Am wichtigsten sei gewesen, den Kollegstufenbau mit dem Gebäude der Mittelschule zu verbinden, und zwar mittels Leerrohrgräben und Kabelzugschächten für EDV und Strom. Der Maler ist ein Mal durchs Gebäude, Tafeln wurden umgebaut und Toiletten erneuert. „Es waren viele kleine Dinge, die schon länger im Argen lagen“, fasst es Penski zusammen, schließlich hätte das Gebäude eigentlich abgerissen werden sollen, sobald es vom Gymnasium nicht mehr benötigt wird.

Interimslösung für längeren Zeitraum

Mit der Entscheidung, wegen der klammen Kassen die Sanierung der Mittelschule erst einmal nur zu planen, aber noch nicht anzugehen (wir berichteten) war klar, dass der Kollegstufenbau als Interimslösung benötigt wird, und das über eine längere Zeit. Die Planung für den ersten Bauabschnitt der Mittelschule ist abgeschlossen und wird nun laut Penski zur Baugenehmigung eingereicht – „damit ist ein Zeitrahmen für den Baubeginn gesteckt“, man hoffe darauf, dass man in den nächsten zwei, drei, vier Jahren so weit sein kann – je nach Finanzlage der Stadt.

Der Kollegstufenbau mit einer Baugenehmigung von 1960 war ursprünglich Teil der damaligen Volksschule. Rund 140 000 Euro kostete die aktuelle Instandsetzung, weitere Arbeiten sind laut dem städtischen Bauamt für die Sommerferien geplant. Eventuell soll noch heuer ein Teil der Fassade auf der Ostseite in Angriff genommen werden.

Erste Arbeiten am Altbau sollen im kommenden Jahr folgen

Am Altbau der Mittelschule sollen erste Arbeiten im kommenden Jahr gemacht werden, und zwar der Bauabschnitt Dachsanierung. In Absprache mit der Regierung von Oberbayern wird ein Förderprogramm, das eigentlich für die Erneuerung der Fassade gedacht war, umgewandelt, „die einzige sinnvolle Sanierung, die dann für die Generalsanierung so bleiben kann“, so Penski. Das Dach ist teilweise undicht und es gebe Probleme bei zu hoher Schneelast. Die überschlägigen Kosten für die Dachsanierung liegen wohl bei rund 1,6 Millionen Euro. „Das ist sinnvoll und wirtschaftlich“, ist die Einschätzung des städtischen Bauamts, „Reibungsverluste“ gebe es aber schon. So müsse etwa ein Gerüst letztlich zweimal aufgestellt werden, nicht nur einmal. Insgesamt werden für die Mittelschule 24 Klassenzimmer geplant für rund 500 Schüler.

Dass sich die Sanierung noch hinzieht, begeistert in der Mittelschule natürlich niemanden, „aber am Ende des Tages muss das ja jemand bezahlen“, hat Frank Pfaffenberger, Leiter der Mittelschule, durchaus Verständnis. Die Stadt sei sich der Notwendigkeit der Sanierung sehr bewusst und habe jetzt viel gemacht – in der EDV etwa sei man top ausgestattet. Der Kollegstufenbau schaffe laut Pfaffenberger vor allem für die vier Ganztagsklassen Luft. Die Schüler haben dort nun nicht nur ihr Stammklassenzimmer, sondern jeweils einen zweiten Raum zur Verfügung, der für Arbeiten in kleineren Gruppen genutzt werden kann oder für die Mittagspause.

Auch die Schulberatung profitiert von den zusätzlichen Räumlichkeiten

Auch die Schulpsychologie und die Schulberatung hat nun ihre Räumlichkeiten im ehemaligen Kollegstufenbau bezogen. Die Schulberatung ist nicht nur für die Schongauer Mittelschule, sondern auch für Schulen der Umgebung zuständig. Die Sicherheit der Schüler ist ebenfalls gewährleistet, denn auch dieser Teil der Mittelschule ist mit einer Gegensprechanlage plus Kamera ausgestattet, damit nur derjenige das Gebäude betritt, der dort auch etwas verloren hat.

Einen kleinen Ausblick, was heuer noch am Schulzentrum gemacht wird, gibt Till Penski auch: Der alte Block C der Grundschule wird abgerissen und die Pausenfläche für die Mittelschule hergerichtet. „Der Pausenhof soll nun für ein paar Jahre wieder ganz passabel nutzbar sein.“

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