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Die besten Absolventen der Mittelschule Schongau wurden von Stephanie Wollters (rechts) von der Firma Hirschvogel geehrt und mit Gutscheinen zwischen 100 und 300 Euro aus der „Frank Hirschvogel-Stiftung“ beschenkt. Foto: kindlmann

Mittelschule Schongau

Eintrittskarten in einen neuen Lebensabschnitt

Fröhliche Gesichter bei Schülern. Lachende Eltern. Es gibt nicht so viele Tage im Schuljahr, an denen beides der Fall ist. In Schongau gab es jetzt solch einen Tag an der Mittelschule...

Schongau - Bei diesen Ergebnissen gab es nur zufriedene Eltern und Lehrer, vor allem aber fröhliche Schüler: Alle 48 Burschen und Mädchen der 10. Klasse haben den Mittleren Bildungsabschluss auf der Mittelschule Schongau geschafft. Weitere 76 Schüler der drei 9. Klassen können sich über den qualifizierten Abschluss freuen.

Insgesamt waren es 124 Burschen und Mädchen der Schongauer Mittelschule, die erfolgreich den Mittelschulabschluss, den Quali oder den Mittleren Bildungsabschluss geschafft haben. Etliche von ihnen beginnen eine Lehre oder werden eine weiterführende Schule besuchen. Auf der Abschlussfeier am Freitagnachmittag konnten die Schüler von ihren Klassenlehrern ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Rektor Frank Pfaffenberger sprach von einer Schule ohne Rassismus und von der Schule, die Herz und Charakter vermittelt: „Sinnvoll wird das Leben erst, wenn wir lernen, mit anderen respektvoll umzugehen.“

Der Vorgesetzte von derzeit 505 Schülern und 47 Lehrern appellierte, immer optimistisch zu sein. Dabei erinnerte er an den ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Wolfgang Schüssel, der einmal sagte: „Der Pessimist ist der einzige Mist, auf dem nichts wächst.“ Pfaffenberger bat auch, sich für ein Europa einzusetzen, „in dem man ist, was man ist.“

Mit dem Schulabschluss hätten die Schüler die Eintrittskarte für den nächsten Lebensabschnitt erhalten. „Findet Bildung und nutzt Eure Begabung, das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman appellierte an die Schüler „ behaltet Eure Ziel stets in den Augen, seid stolz auf Eure Leistung und geht frohen Mutes hinaus ins neue Leben“.

Die beiden Schülersprecher Sarah Fendt und Dominik Kopp ließen Erlebnisse und Begebenheiten während der Schulzeit Revue passieren und erinnerten auch an die vor drei Jahren verstorbene Schulleiterin Rita Schuster, „die heute sehr stolz auf uns wäre“. Es gab reichlich Lob und Dank an die Lehrer: „Sie sind doch auch nur Menschen.“ Damit zielten sie auf die jeweiligen „Feinheiten der Lehrer“ ab. Simon Schnabel meinte ganz locker in Richtung seines Lehrers Cyr Louis-Louisy: „Wir haben solch einen Respekt vor Ihnen, das glauben Sie gar nicht.“ Sarah Fendt und Rebecca Waldmann haben namens der Klasse ihren Lehrer Thomas Helmer in den Ruhestand verabschiedet: „Es war immer schön, Sie an unserer Seite zu haben, wir werden Sie sehr vermissen.“

Geehrt wurden bei der Feier auch die Schüler, die am besten abgeschnitten haben und deswegen von den Firmen Hoerbiger und Hirschvogel mit Geldpreisen bedacht wurden. Für die besten Quali- Absolventen ehrte Stephanie Wolter von der Firma Hirschvogel Marquez Ferrera Marcelo Marquez, Danny Woitge, Nisa Sirin, Jasmin Weindl, Sarah Fendt, Alessa Qualtieri und Morella Mairi mit je einem Gutschein der „Frank Hirschvogel Stiftung“ zwischen 100 und 300 Euro. „Glaubt an Euch, dann kann nichts schief gehen“, gab Wolter den Schülern mit auf den Weg.

Geehrt und von Peter Frühschütz mit Gutscheinen über 50 Euro der Firma Hoerbiger ausgezeichnet wurden die Schüler, die bei den Projektprüfungen in den berufsorientierten Fächern Technik, Wirtschaft und Soziales die besten Noten bekommen haben: Das waren Danny Woitge, Sila Karabulut, Nisa Sirin und Miriam Schmid sowie Sandra Köhler und Alessis Qualtiri. „Dieser Abschluss wird sich noch lohnen, Ihr müsst jetzt nur den richtigen Weg finden“, gab Frühschütz den Absolventen mit auf den Weg. Für die musikalische Begleitung der Abschlussfeier sorgte das Bläserduett mit Josefine Sedlmeier und Matthias Graf sowie Lucas Hollinsky mit seinen Musikstücken “Shallow“, „Cup Song“ und „Chasing Cars“. 

Walter Kindlmann

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