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Fast doppelt so groß als vorher ist nun das Gebäude der Schongauer MöbelCentrale.

MöbelCentrale in Schongau

Nach zehn Jahren: Lager und Ausstellung vereint

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Schongau - 10 000 Quadratmeter groß und vier Stockwerke hoch: Das Gebäude der MöbelCentrale in Schongau ist um ein Drittel gewachsen. Nun können die Kunden am gleichen Ort Einkaufen und Abholen.

Wer mittlerweile auf die Schongauer MöbelCentrale zufährt, wird sich im allerersten Moment wundern. War die Straße bis November 2015 noch auf einer Linie mit dem rechten Gebäuderand, führt sie nun direkt auf den riesigen Komplex zu. Eine schier erschlagende Wirkung. Grund für das veränderte Bild: Das neue Lager – 10 000 Quadratmeter groß, mehr als drei Millionen Euro teuer und vier Stockwerke hoch.

"Wichtiger Schritt in die Zukunft"

„Das war für uns ein wichtiger Schritt in die Zukunft, in erster Linie für unsere Kunden“, sagt Inhaber Markus Strommer. Bis Ende 2015 lagerten Sofa, Bett und Kleiderschrank noch im alten Lager in Altenstadt. Wer sich also im Schongauer Westen ein feines Möbelstück ausgesucht hatte, konnte es zwar dort bezahlen, musste zur Abholung aber die vier Kilometer in die Nachbargemeinde auf sich nehmen. Dort warteten Monteure, Lageristen und Disponenten, die dem Kunden letztlich das gekaufte Produkt in den Kofferraum packten.

Klingt ziemlich nervig. War es laut Strommer aber nicht. „Wir haben das zehn Jahre so gemacht, so richtig beschwert hat sich niemand.“ Allerdings entspricht das Hin- und hergefahre nicht dem modernen Kunden-Modell. Der möchte Ausstellung, Beratung, Einkauf und Mitnahme am selben Ort vorfinden.

Rappelvoll ist nicht nur die erste Etage des neuen Lagers. 

Das wussten die Verantwortlichen des Familienunternehmens natürlich. Wer aber über Jahre hinweg kontinuierlich wächst, muss seine Erweiterungen schrittweise tätigen. So ein Lager kostet nun mal eine Stange Geld. Bodenständig wirtschaften und sparen war deshalb die vergangenen Jahre die Devise, um nach dem neuen Möbelhaus und Restaurant in Schongau-West sowie dem Umbau der Zweigstelle in Penzberg nun auch das Lager von Altenstadt nach Schongau zu verlegen – ohne dabei das Unternehmen in den finanziellen Ruin zu treiben.

Möbel Mahler als abschreckendes Beispiel

Bestes Gegenbeispiel ist aktuell Möbel Mahler, der jüngst seine Stammsitz-Pforte in Wolfratshausen schließen musste, stattdessen auf eine neue Filiale im entfernten Ulm setzt. Darüber kann Strommer nur den Kopf schütteln und ist zugleich heilfroh, dass die MöbelCentrale nach wie vor als grundsolides Familienunternehmen gut funktioniert.

Strommer deutete im SN-Gespräch an, dass das Geschäft gut läuft. Der Kunde aus der Region würde beim Einkauf von Möbeln durchaus Wert auf gute Qualität legen. Dafür nehme er gut und gerne etwas mehr Geld in die Hand als zum Beispiel bei Ikea, der laut Strommer nicht mit Ware, sondern guter Werbung überzeugt. Und einem Lager im gleichen Gebäude, das nun auch die MöbelCentrale in Schongau zu bieten hat. Und zwar mit separatem Eingang direkt gegenüber des Haupteinganges, der dank ausreichender Park- und Wendefläche auch für große Fahrzeuge problemlos zugänglich ist.

js

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