Riesig: Besucher bestaunen einen Herford-Motor, der mit seinen 75 PS aus den zwölf Zylindern die Pröbstl-Mahlmühle in Schwung bringt. Foto: wk

Mühlentag in Schwabsoien: "Werbung und Bereicherung"

Schwabsoien - Viel zu sehen gab für die Besucher beim 18. Mühlentag im Schönachdorf Schwabsoien.

Hammerschmieden, Mahl- und Sägemühlen, Trieb- und Schleifwerke, Arbeits- und Erntegeräte, historische Kutschen und betagte Traktoren: Das alles wurde am Pfingstmontag den Besuchern beim 18. Mühlentag im Schönachdorf Schwabsoien geboten.

„Für Schwabsoien ist der Mühlentag eine Werbung und Bereicherung ohne Ende“, sagte Konrad Sepp. Schwabsoiens Bürgermeister ist einfach nur „stolz wenn ich sehe, was aus der Dorferneuerung heraus gewachsen ist“. 1997 organisierte der Arbeitskreis Dorferneuerung erstmals den Mühlentag. Damals noch in kleinem Rahmen. Seither ist das Angebot am Mühlentag Jahr für Jahr erweitert worden, wie Mühlentag-Führer Helmut Lahner erläuterte.

Gestiegen ist auch Jahr für Jahr die Anzahl der Besucher, die sich über die Mühlenromantik, die immer noch funktionierenden Einrichtungen und die Erfindungsgabe meisterlichen Handwerks sowie über die wirtschaftliche Bedeutung in den vergangenen Jahrhunderten informieren lassen wollten. Jürgen Krumm aus Landsberg war einer von ihnen. „Mich interessiert vor allem die Technik der Mahlmühle schon deswegen, weil mein Großvater selbst Müller war.“ Im Übrigen finde er den Mühlentag „nett aufgezogen“.

Von insgesamt zehn Mühlentag-Führern wurden die bis zu 50 Personen starken Gruppen von Station zu Station geführt und dort mit Informationen gefüttert. Da war die funktionsfähige „Pröbstl-Mahlmühle“ mit diversen Arbeits- und Erntegeräte sowie ein Sortiment verschiedener Getreidesorten. Gleich nebenan der Herford-Motor, der mit seinen 75 PS aus den zwölf Zylindern die Mühle in Schwung bringt. Das Pumpenhaus betreut Werner Stich. Die historische Anlage würde es immer noch schaffen, 60 Liter Wasser pro Minute in das 3,7 Kilometer entfernte und 105 Meter höher liegende Sachsenried zu pumpen.

Weitere Sehenswürdigkeiten waren der Fegsandhügel, die Schönachquelle und die wuchtigen Schwanzhämmer von Peter Götz in der Hammerschmiede „Beim Lazar“. Dort an der Esse hat Hermann Paul den Kindern auf deren Holzscheiben die „Schmiedemarke“ eingeschlagen.

Zum üppigen Rahmenprogramm gehörten neben den Kirchenführungen das Kutschenmuseum von Johann Hartmann. Für das leibliche Wohl war im gesamten Dorf reichlich gesorgt. Die musikalische Unterhaltung übernahmen die Mannen der Schwabsoiener Blaskapelle.

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