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Die große grüne Fläche muss untersucht werden.

Hausmülldeponie Peiting

Sanierung kostet über zwei Millionen Euro

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Peiting - Das Thema neue Fußballplätze in Peiting ist eine unendliche Geschichte. Ob diese heuer ein Ende nimmt? Geplant ist das ja. Dafür wurde, wie berichtet, sogar der Bebauungsplan aufgesplittet. Die ehemalige Hausmülldeponie kann deshalb unabhängig vom Bau der Fußballplätze auf Altlasten untersucht werden.

Eigentlich soll auf der Fläche der ehemaligen Hausmülldeponie des Marktes Peiting der Parkplatz für die geplanten Fußballplätze entstehen. Doch daraus wird wohl noch länger nichts. Um die Fußballplätze realisieren zu können, hat Marktbaumeister Jochen Rohrmoser die Geltungsbereiche des Projekts aufgesplittet. Die Parkfläche wurde in die Nähe der Grüngutsammelstelle verlegt. Als Übergangslösung. Diese wird aber doch langfristiger. Denn bis die anstehende Prüfung der Ex-Deponie auf Schadstoffe abgeschlossen ist, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Das offenbart ein Beschluss im Gemeinderat, nach dem nun erst ein Vertrag für die Vorbereitung der Ausschreibung für die Untersuchung der Deponie beschlossen wurde.

„Die Erkundung und Sanierung der in 1970 stillgelegten Gemeindedeponie ist grundsätzlich förderfähig“, so Marktkämmerer Christian Hollrieder. Das hat ein Gespräch mit der Gesellschaft für Altlastensanierungen (GAB) ergeben. Diese habe darüber hinaus zugesichert, die Arbeiten fachlich zu begleiten. „Der Eigenanteil für eine Kommune beträgt maximal 200 000 Euro und hängt von der Finanzkraft ab“, so Hollrieder. Im Fall des Marktes Peiting betragen die Kosten 126 163 Euro. Den Rest übernimmt die GAB. Nach einer ersten Schätzung betrügen die Gesamtkosten über zwei Millionen Euro. „Die erforderlichen Mittel wurden im Finanzplan 2017 berücksichtigt“, ergänzt der Kämmerer.

Untersuchung und Sanierung wird bezuschusst 

Zunächst hatte die Gemeinde Angebote für die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und eines Untersuchungskonzepts eingeholt. „Die Firma Skowronek aus Ludenhausen ist das geeignetste Büro dafür und wurde mit der GAB abgestimmt“, so Hollrieder. 2000 Euro muss der Markt Peiting dafür berappen. Sie seien aber Voraussetzung für den nächsten Schritt – den Vertrag zur Ausschreibung der tatsächlichen Leistung – und werden auf den Eigenanteil des Marktes angerechnet.

Wie lang sich das Verfahren hinzieht und wann die Analysen des Materials letztlich abgeschlossen sind, kann Hollrieder derzeit nicht sagen. „Eigentlich hatte ich den Parkplatz dort für das kommende Jahr im Haushalt eingeplant. Das ist allerdings utopisch.“

Seit mittlerweile zehn Jahren zahlt die Gemeinde in einen Unterstützungsfonds zur Erkundung und Sanierung von ehemaligen Hausmülldeponien ein, der von der GAB verwaltet wird. Der Fonds wurde 2005 vom Bayerischen Kabinett beschlossen.

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