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Der Vorstand: (v.l.) Hannes Hüttinger (Ansbach), Waltraud Galaske (Fürth) und Josef Metzger (r., Friedberg). Hans Schütz (2.r., Peiting) trat nicht mehr an.

Seit Beginn war er dabei

Müllkonzept jetzt ohne Hans Schütz

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Peiting - Schon seit 1987 sorgt „Das bessere Müllkonzept“ für den bewussteren Umgang mit unserem Abfall. Von Anfang an mit dabei ist Hans Schütz aus Peiting. Bei der Jahresversammlung ist er aber nicht mehr zur Wahl für die Vorstandschaft angetreten.

In den 80er Jahren war Müll und dessen Verbrennung ein sehr großes Thema in der Umweltbewegung. In ganz Deutschland haben sich deshalb Bürgerinitiativen gegründet, um sich für eine besseres Abfallentsorgung stark zu machen. Unter dem Dachverband „Das bessere Müllkonzept“ haben sie sich schließlich organisiert. „Mittlerweile sind es knapp 40 Bürgerinitiativen, anfangs waren es allein in Bayern weit über 100“, weiß Hans Schütz, der sich jahrzehntelang engagiert hat. „Ich war lange genug dabei und gehe ohnehin jetzt dann in Pension, da wird es Zeit dafür, dass Jüngere die Arbeit übernehmen“, sagt der grüne Politiker aus Peiting schmunzelnd.

Seit der Gründung war Schütz dabei

In seiner Zeit als Vorstand hat er viel erlebt. Zwar hat der Dachverband 1991 den Volksentscheid für ein bessere Müllkonzept verloren – und aber doch gewonnen. „Gewonnen deshalb, weil zwar unser Gesetzentwurf nicht angenommen wurde, aber die Staatsregierung nun gezwungen war, eine Alternative vorzuschlagen“, so Schütz. Heraus kam letztlich eine neue Gesetzgebung.

„Ursprünglich war in Peißenberg eine große Müllverbrennungsanlage geplant“, erzählt der Peitinger. Diese wurde durch das neue Gesetz aber verhindert. „Seitdem wurde in Bayern nie wieder eine Müllverbrennungsanlage gebaut“, so Schütz weiter.

"Früher wurden wir ausgelacht."

Aber auch heutzutage ist der Dachverband noch aktiv. „Immer, wenn es um den richtigen Umgang mit Müll geht, sind wir gefragt. Vermeiden, wiederverwenden, kompostieren – so konnte der Restmüll laut Schütz auf 20 bis 25 Prozent reduziert werden. „Früher wurden wir dafür ausgelacht, jetzt haben wir es geschafft“, so der Peitinger.

Bei den Vorstandswahlen wurden zwei der drei gleichberechtigten Vorsitzenden, Waltraud Galaske aus Fürth und Hannes Hüttinger aus Ansbach im Amt bestätigt. Hans Schütz aus Peiting trat nicht mehr zur Wahl an, neu dazu kam Josef Metzger aus Friedberg.

Im Amt bestätigt wurden der Kassierer Wolfgang Nowak aus Schwandorf und die Schriftführerin Heike Weiß aus Ettringen. Damit ist die Vorstandschaft gut in Bayern verteilt und kann die 30 bayerische Vereine und Umweltgruppen, die sich mit der Abfallthematik auseinandersetzen gut unterstützen. Die Versammlung dankte Hans Schütz für das Jahrzehnte währende Engagement in der Bürgeraktion seit deren Gründung 1987, unter anderem als Kampagnenleiter, Leiter einer vereinsinternen Schlichtungsstelle, Pressesprecher (seit 1996) und Landesvorstand (seit 1996).

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