Das Abschlusskonzert für Chor und Orchester der Werkgemeinschaft Musik in der Wieskirche war wiederum ein Ohrenschmaus. Foto: rwg

140 Musiker brillieren im Altarraum der Wies

Wies - Das Abschlusskonzert für Chor und Orchester der Werkgemeinschaft Musik in der vollbesetzten Wieskirche steckte die Besucher mit seiner schwungvollen Darbietung sofort an.

„Ich hoffe, dass unsere Begeisterung Sie ansteckt.“ Mit diesen Worten eröffnete Thomas Berg, Dirigent aus Berlin, das Abschlusskonzert mit 140 zum größten Teil Laienmusiker aus ganz Deutschland. Die Musikwoche des Vereins Werkgemeinschaft Musik in der Landvolkshochschule Wies findet seit über 50 Jahren statt. Sinn dieses Zusammentreffens ist die Verbindung von Singen und Musizieren mit religiöser, mit spiritueller Erfahrung. Menschen aller Altersgruppen - der jüngste mit sechs Jahren, der älteste mit 86 - verbringen eine Woche gemeinsam mit Beten, Tanzen, Musizieren und stellen als krönenden Abschluss ein wunderbares Konzert auf die Beine.

Konzerte in der Wieskirche zu hören, das ist schon von Haus aus etwas Besonderes, da der Klang in diesem herrlichen Gotteshaus einfach hervorragend ist.

Wenn dann noch 140 begeisterte Musiker den gesamten Altarraum ausfüllen und in wahrhaft meisterlicher Weise verschiedene Musikwerke vortragen, dann ist zweifelsfrei auch der letzte Zuhörer angesteckt von soviel Klanggefühl, von soviel Musikeuphorie.

Geschickt wurden verschiedenen Gruppierungen der Musiker ins Programm eingebaut. So hörte man ein Konzert für Es-Dur für Trompete und Orchester mit dem hervorragenden Solotrompeter Martin Horbach, der sich zum Glück entschlossen hat, seine Leidenschaft für Musik zum Beruf zu machen. Er wird in diesem Jahr das Musikstudium beginnen.

Der stimmlich hervorragende Chor glänzte durch eine 16-stimmige Festmotette von Giovanni Gabrieli. Man hörte eine Blechbläser-Suite, ein Bläseroktett spielte eine Serenade von Mozart, und das Orchester zauberte die Sinfonie Nr.3 F-Dur von Johannes Brahms in den Raum. Das Tedeum von Edward Elgar als hymnischer Lobpreis Gottes war eine ausgezeichnete Wahl zur Unterstreichung des Ziels dieser bunt gemischten Gruppe von Musikern, die Verbindung von Gott und Musik.

Im Klang, im Text, in der gesamten Komposition kommt diese Verknüpfung zum Ausdruck, so singt der Chor in einem rührenden Piano: „Auf dich Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt, lass mich nicht zuschanden werden.“

Ein gute Wahl auch, dieses grandiose Werk an den Schluss der Aufführung zu setzen, als krönenden Abschluss einer Woche des gemeinsamen Musizieres, des Betens, mit der Überzeugung, dass Glaube durch Musik vertieft werden kann.

rwg

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