Viel Lob gab es für die Musiker des Schwabsoiener Musikkapelle. foto: wk

Musikkapelle Schwabsoien: Verborgene Schätze für die musikalische Weltreise

Schwabsoien - Viel Lob gab es beim Jahreskonzert der Musikkapelle Schwabsoien. Geboten wurde verborgene Schätze aus aller Welt.

„Sie gehören zu den zu Aushängeschildern in unserem Bezirk und zählen in der Konzertwertung zu den Besten.“ So lobte Bernd Schuster (Polling) die Schwabsoiener Musikkapelle bei ihrem Jahreskonzert am Samstagabend. Was dem Bezirksdirigenten besonders gefallen hat, war die die Harmonie in der Kapelle und „sie ist sehr gut im Holz- und Blechregister“. 250 Besucher waren es in der voll besetzten Gemeindehalle.

Gerhard Schmid sollte viel öfters die Notenschränke durchwühlen. Denn was der Dirigent für die musikalische Weltreise durch Schottland, Russland, die Schweiz, England und der Türkei aus den Fächern gezogen hat, waren keine abgelegten Ohrwürmer, sondern verborgene Schätze. Die drei Zugaben mitgerechnet, hat er zwölf Märsche, Polkas und einen Choral sowie musikalische Liebes- und Abenteuergeschichten zu Tage gefördert. Die 40 Frauen und Männer oben auf der Bühne hatte damit gut zu tun, meisterten aber die Schwierigkeiten in gewohnt souveräner Manier.

Das traf schon gleich zu Beginn des gut zweistündigen Konzerts für den „Festival Choral“ zu, den King Gauk mit dem Dudelsackstück eben für festliche Anlässe komponiert hat. „Russian Tales“ von Flavio Bar erzählt musikalisch die Liebesgeschichte eines jungen russischen Paares mit dem schwungvollen Hochzeitstanz zu Beginn, der traurigen Melodie mittig und dem finalen Frühlingstanz. Auf eine kostenlose Zugfahrt durch die Schweizer Alpen nahm die Kapelle die Besucher in Jacob des Haans „Golden Pass“ mit. Die sechs Jahre andauernden Inselerlebnisse eines Engländers hat Bert Appermont musikalisch abwechslungsreich in „Robinson Crusoe“ zusammengefasst. Mit dem schneidigen „Türkischen Armeemarsch“ schickte die Blaskapelle die Besucher in die Pause.

Der zweite Teil des Konzerts war mit schmissigen Melodien aus dem Egerland vollgepackt. Der Reihe nach war dies ein „Egerländer Traum“, „Die beiden kleine Finken“ mit den beiden kleinen Solistinnen Julia Huber und Julia Grohnert, die die Vogelstimmen mit Bravour imitiert haben, „Stille Wasser“ und schließlich noch die „Polka mit Herz“. Mit ihrem anhaltenden Applaus erklatschten sich die Besucher noch das moderne „Jazzimut“, den Marsch „Egerländer Sterne“ und die Polka „Herzblut“.

Ihr Debüt in der Kapelle gaben diesmal Lukas Schmelcher, Katharina Fastner und Raphael Häringer. Angenehm waren die beiden Moderatoren Simone Linder und Stephan Jahl, die sich auf die wesentlichsten Informationen über Stücke und Komponisten beschränkten. Stellvertretender Bezirksleiter Arthur Keck sieht übrigens in der Musik „Die gemeinsame Sprache der Menschen“.

Um den Nachwuchs müssen sich die Gemeinden Altenstadt, Sachsenried, Schwabsoien und Schwabbruck auch keine Sorgen machen. 42 Burschen und Mädchen bildeten diesmal die „Schönach-Jugendblaskapelle“. Mit ihrem Dirigenten Benno Daxer hat der Musikernachwuchs in „Soldier’s Song“ schneidig aufgespielt. Gemächlicher war es danach bei dem Potpourri „Weihnachtsgeschichten“, die der Dirigent der Altenstadter Musikkapelle, Hans Daxer, für die jungen Musiker ausgewählt und für deren Können in verschiedenen Versionen quasi mundgerecht umgeschrieben hat.

Klar, dass sich die Besucher mit ihrem anhaltenden Applaus eine Zugabe erklatscht haben. Am Ende bedankte sich der Nachwuchs bei dem nicht anwesenden Stefan Wohlhaupter, der sechs Jahre lang die Jugendkapelle als Dirigent betreut und geprägt hat.

wk

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