+
Die freigestellte Musikschulleiterin und ihr möglicher Nachfolger: Kristina Kuzminskaite wurde in dieser Woche ihrer Aufgaben entbunden, Stellvertreter Marcus Graf hat kommissarisch übernommen.

Musikschule Pfaffenwinkel 

Musikschule: Leiterin weg

  • schließen

Kristina Kuzminskaite, Leiterin der Musikschule Pfaffenwinkel in Schongau, ist von ihren Aufgaben entbunden worden; ihr Vize Marcus Graf übernimmt kommisarisch. Genaue Gründe für die Trennung nennt der Vorstand des Vereins nicht. Dem Vernehmen nach hatte sich der Abschied aber abgezeichnet.

Schongau – Seit Dienstag ist die Ära von Kristina Kuzminskaite als Leiterin der Schongauer Musikschule nach nur vier Monaten schon wieder vorbei. Wie berichtet, hatte die Klavierkonzertmeisterin die Nachfolge des langjährigen Leiters Karl Höldrich angetreten, der Kuzminskaite ein bestens aufgestelltes Haus hinterließ. „Ich bekam einen blühenden Garten, nun dürfen wir weiter säen“, zog sie Ende Dezember zusammen mit Stellvertreter Marcus Graf eine erste Bilanz.

Dem Vernehmen nach wollte Kuzminskaite zu viel neues Gemüse im Garten haben: „Wir haben die Probezeit, die Ende Februar ausläuft, nicht verlängert“, erklärte gestern der erste Vorsitzende des Vereins der Musikschule Pfaffenwinkel, Erwin Krauthauf. Er ließ durchblicken, dass sich der Abschied abgezeichnet hatte und richtete den Blick sogleich nach vorn: „Wir werden uns in der Leitung neu orientieren.“ Näheres will der Vorstand nach einer gemeinsamen Sitzung am kommenden Montag bekannt geben. Eines aber schickt Krauthauf schon jetzt voraus: Kristina Kuzminskaite sei eine tolle Lehrerin, „wir brauchen sie unbedingt“.

Ob die auch als Kirchenmusikerin des Pfarrverbandes St. Franz Xaver (Rottenbuch) bekannte gebürtige Litauerin als Lehrerin in der Musikschule weitermacht, steht allerdings in den Sternen. Auf Anfrage bat sie gestern um Verständnis, dass sie sich derzeit überhaupt nicht äußern möchte und verwies sämtliche Anfragen an den Vorstand. Es sieht danach aus, dass die Musikschule länger oder vielleicht sogar ganz auf ihre Dienste verzichten muss: Gestern wurde jedenfalls schon mal ein für Februar geplantes Singen für Senioren unter der Leitung von Kuzminskaite abgesagt.

Stellvertreter Marcus Graf, der jetzt kommissarisch die Geschicke der Schule lenkt, sprach gestern von einem „plötzlichen Schritt“ in dieser Woche. Aber man müsse auch sehen, was vor dem Schritt passiert sei, fügte er vielsagend hinzu, ohne ins Detail zu gehen. „Wenn der Vorstand so entscheidet, werden Gründe dagewesen sein“, erklärte er. Ob Graf nun dauerhaft Leiter der Musikschule wird, wollte er gestern weder bestätigen noch dementieren: „Es ist alles offen.“ Grundsätzlich stehe er aber zur Verfügung, „ich war vorher auch schon bereit“, betont er.

Graf hat in der Musikschule neben den derzeitigen Verwaltungsaufgaben auch als Lehrer sehr viel um die Ohren. Unter anderem leitet er das Jugendblasorchester und das Jugendblasvororchester. Seit 1996 ist er überdies Stadtkapellmeister in Schongau. Für Bürgermeister Falk Sluyterman ist Graf jedenfalls „der ganz große Favorit, weil er die Musikschule in- und auswendig kennt“. Der Rathauschef betont aber, dass er sich in die Personalangelegenheiten der Musikschule nicht einmischen werde.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

TSV Peiting: „Die paar Monate können wir jetzt auch noch warten“
Knapp zehn Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats sind die beiden neuen Fußballplätze offiziell fertig. Bis der Ball rollt, dauert es allerdings noch bis …
TSV Peiting: „Die paar Monate können wir jetzt auch noch warten“
Lehrer lernen auf dem Bauernhof
Wie funktioniert Landwirtschaft, und wie werden regional erzeugte Lebensmittel produziert? Das Verständnis dafür soll bereits den Kindern vermittelt werden. Dazu lernen …
Lehrer lernen auf dem Bauernhof
108 neue Wohnungen im Bau
Kaum ein Thema stand im Landtagswahlkampf so sehr im Fokus wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dementsprechend aufmerksam verfolgten die Kreisräte den Bericht …
108 neue Wohnungen im Bau
Pinker Eishockeyschläger hängt jetzt im Tennisheim
Der erste der drei speziellen „Pink October“-Eishockeyschläger wurde nach erfolgreicher Versteigerung den neuen Besitzern übergeben. Genau 62 Bieter hatten sich in der …
Pinker Eishockeyschläger hängt jetzt im Tennisheim

Kommentare