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Fröhlich hämmert die 18 Monate alte Christine auf dem Xylophon herum. Links Katrin Pupeter, für die Minimusik zuständig, rechts Christinas Schwester Antonia (8).

tag der offenen tür musikschule

Hackbrett, Harfe oder Gitarre?

Schongau - An der Fassade hängen bunte Luftballons. Die Fenster sind weit geöffnet an diesem sonnigen Samstag. Zaghafte Versuche, einer Tuba die ersten Klänge zu entlocken, dringen nach draußen. Menschen tragen auf Schongaus Straßen Musikinstrumente – beim Tag der offenen Tür der Musikschule Pfaffenwinkel ging es hoch her.

Das Interesse war groß. Viele Eltern nutzten die Chance, zusammen mit ihren Kindern das breit gefächerte Unterrichtsangebot der Musikschule kennenzulernen. Julia (9) aus Altenstadt ist sich noch nicht so ganz sicher, was für ein Musikinstrument sie erlernen möchte. Hackbrett vielleicht. Weil sie bei den Basilikaspatzen mitsingt und dort zur Begleitung dieses schöne Instrument zum Einsatz kommt. Aber es könnte auch die Gitarre sein, die in ihrem Leben eine Rolle spielen wird. Oder die Harfe?

Gemeinsam mit ihren Eltern geht Julia ins Ballenhaus. Dort werden im Wechsel die verschiedenen Musikinstrumente vorgestellt. Inge Zeller ist Gitarrenlehrerin an der Musikschule. „Ich bin hier als Vertreterin des Zupfinstruments. Wir spielen unplugged“, erklärt sie den zahlreichen Anwesenden. Man erfährt, dass ein Kind schon mit sechs Jahren anfangen kann, das Gitarrespielen zu erlernen. Und wie schön das Ganze sein kann, führen professionell Desiree (9) und Emma (9) vor.

Auftritt ohne Lampenfieber

Desiree singt und begleitet sich dazu auf der Gitarre. Seit fünf Jahren lernt sie schon bei Inge Zeller dieses Musikinstrument. Völlig ohne Lampenfieber trägt auch Emma ein Instrumentalstück vor. Sie ist schon seit vier Jahren dabei und präsentiert Erstaunliches. Einen „Samba brasilia“ kann man hören, die möglichen zukünftigen Gitarristen einschließlich deren Eltern sind begeistert.

Zurück in der Musikschule, hört man, dass auch das improvisierte vierhändige Spiel der Klavierlehrer Begeisterung auslöst. Florian Blau und Katja Brandl-Köhlen hauen so richtig in die Tasten. Mit Klängen werben für das Erlernen ihres Musikinstrumentes ist fast schöner, als dies mit Worten zu tun.

Gitarrenlehrerin Inge Zeller hört zu, was ihre Schülerin Desiree (9) den Besuchern vorspielt.

Jeder Raum in der Musikschule ist belagert. Aus dem einen ertönen leise Klarinettenklänge, aus dem anderen erschallt schon beinahe perfekt ein Posaunenton. Für viele Musikinstrumente gibt es auch Modelle für Kinder. Bei der Posaune ist das der Fall, da die Armlänge der Anfänger für eine normale Posaune noch nicht ausreicht. Es gibt sogar auch Kinderharfen, da auch hier die Reichweite der Arme zu kurz wäre.

Auf keinen Fall zu klein sind die Kinder für das Angebot der Musikschule, das gleich im ersten Raum rechts neben dem Eingang vorgestellt wird. Kinderwagen parken im Flur vor dem Raum, und Christina (18 Monate) haut sichtlich begeistert auf ein großes Xylophon. „Wir bieten auch die musikalische Früherziehung an“, sagt Katrin Pupeter. Sie ist in der Musikschule für die Minimusik zuständig. Trommeln in unterschiedlichen Größen sind da und verschiedene Xylophone stehen zum Ausprobieren bereit.

Unterricht auch außerhalb von Schongau

Zur musikalischen Früherziehung muss man nicht unbedingt in die Musikschule kommen. Es gehen auch Lehrer dazu speziell in die Kindergärten. Für Elisabeth Wagner vom Förderverein der Musikschule Pfaffenwinkel ist dieses Angebot eine wunderbare Sache. „Es gibt sogar Unterricht in Kindergärten außerhalb Schongaus“, sagt sie. Christinas Schwester Antonia (8) macht unheimlich gerne Musik. Blockflöte lernt sie schon seit drei Jahren an der Musikschule. Dennoch schaut sie sich weitere Angebote an. Man weiß ja nie, was man sonst noch so alles lernen kann.

Für welches Musikinstrument sich Julia aus Altenstadt letztendlich entschieden hat bleibt offen. Aber irgendeines wird dabei sein. Die Auswahl ist ja groß in Schongaus Musikschule.

Regina Wahl-Geiger

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