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In diesem Altenstadter Reihenhaus (rosa) passierte das Drama.

Altenstadt

Nach Bluttat: 84-Jähriger besaß Waffe legal

Altenstadt - Der Tod des 84-jährigen Oberstleutnants Immo S. und seiner Frau hat auch im Altenstadter Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport und bei den ehemaligen Kameraden große Betroffenheit ausgelöst.

Viele können es immer noch nicht fassen, denn der 84-jährige ehemalige Offizier, der jahrelang Gruppenleiter Technik der ATV (Ausbildung, Truppenversuch und Vorschriften) im Schulstab an der Kaserne in Altenstadt war, erfreute sich großer Beliebtheit. „Er war immer nett und freundlich und nie überheblich“, berichteten ehemalige Kameraden.

Warum der 84-Jährige in der Nacht zum Sonntag seine ein Jahr jüngere Frau erschoss und sich dann selbst tötete, darüber machte die Polizei keine genaueren Angaben. Das Motiv für diese Bluttat und den anschließend Selbstmord liegt „im persönlichen und familiären Umfeld“, teilte Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim gestern mit. Mehr wollte er aus „Pietätsgründen“ nicht sagen. Schwer krank war aber offenbar keiner der beiden.

Was die Tatwaffe betrifft, erklärte Sonntag, dass sich diese in legalem Besitz des 84-jährigen Altenstadters befand. Das haben die Ermittlungen einwandfrei ergeben.

Der 84-jährige Ex-Oberstleutnant lebte nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im September 1989 weiter in einem Reihenhaus in Altenstadt und war bis zuletzt geistig fit. Zusammen mit seiner Frau pflegte er soziale Kontakte und war auch im Vereinsleben aktiv. Dem Soldaten- und Veteranenverein Altenstadt gehörte Immo S. allerdings nicht an, teilte Vereinsvorsitzender Walter Taubenberger mit.

Michael Gretschmann

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