Die Feuerwehrleute haben bei dem Großbrand am vergangenen Wochenende in Schwabniederhofen gute Arbeit geleistet. Doch nach dem Löscheinsatz ging gleich die Suche nach der Brandursache los. Foto: Herold

Nach Großfeuer in Schwabniederhofen: Brandursache noch ungeklärt

Schwabniederhofen - Auf der Suche nach der Ursache für den Großbrand am vergangenen Wochenende in Schwabniederhofen tappt die Kriminalpolizei nach wie vor im Dunkeln. Liegt eine Fahrlässigkeit vor oder kommt ein technischer Defekt in Frage? Es wird nicht einfach sein, dies zu klären.

„Die technischen Geräte, die sich im Wohnzimmer befanden, werden zur Untersuchung ins Landeskriminalamt eingeschickt“, kündigte Polizeisprecher Andreas Guske vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd an. Dort versuchen dann Spezialisten, nachträglich zu ermitteln, ob ein technischer Defekt den Großbrand ausgelöst haben könnte. „Vielleicht lässt sich diese Frage auch nie klären“, räumt Guske ein, denn das Feuer hat ganze Arbeit geleistet und das Haus in Schutt und Asche gelegt. Der Schaden dürfte bei mindestens 250 000 Euro liegen. Eine vorsätzliche Brandstiftung schließt die Kriminalpolizei aus. „Dafür liegen keine Hinweise vor“, teilte der Polizeisprecher mit.

Fest steht jedoch: In dem Haus waren keine Brandmelder installiert. „Sonst wären die Bewohner vielleicht schon früher auf das Feuer aufmerksam geworden und es wäre bei einem Zimmerbrand geblieben“, weist Kreisbrandmeister Hans Deschler aus Altenstadt auf die Notwendigkeit von elektronischen Brandmeldern hin. Sein Tipp: Wer noch auf der Suche nach einem praktischen Weihnachtsgeschenk ist, der sollte einen Rauchmelder in Betracht ziehen...

Es grenzt sowieso an ein Wunder, dass sich die drei Hausbewohner (Vater, Mutter und Tochter) noch unversehrt ins Freie retten konnten, denn das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Die beiden Söhne der Familie befanden sich in der Brandnacht - zum Glück - nicht zuhause. Der eine weilte in Heidelberg, der andere hielt sich bei seiner Freundin auf.

Wie geht es jetzt weiter? Auf die Schnelle ist die Familie bei der Mutter bzw. Oma in Altenstadt untergekommen. Doch sie steht vor dem Nichts. Alles - Kleidung, sämtliche Wertsachen und Gebrauchsgegenstände - ist verbrannt, selbst der Autoschlüssel.

Nachbarn, Bekannte, ja der ganze Ort, haben sofort ihre Hilfsbereitschaft angeboten. Unter Federführung von Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck, der selber in Schwabniederhofen wohnt, und Kirchenpfleger Bernhard Schmitz sowie in Einbindung der Pfarrgemeinde Altenstadt sind bereits intensive Gespräche geführt worden, wie man den Brandopfern helfen kann. „Bei der Raiffeisenbank in Altenstadt ist gestern ein Spendenkonto eingerichtet worden“, teilte Bürgermeister Hadersbeck auf Anfrage mit. In Absprache mit der „ausgebrannten“ Familie hält man sich mit einem offiziellen Spendenaufruf noch zurück, da zuerst abgeklärt werden soll, mit welchem Betrag die Brandversicherung einspringt.

Auch gestern gingen bei der Heimatzeitung Anrufe von Leuten ein, die wissen wollten, wie sie den Brandopfern helfen können. Die Bereitschaft zur Hilfe ist jedenfalls groß - auch über Altenstadt und Schwabniederhofen hinaus.

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