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Bischof Bertram Wick in einem Notfallhaus.

Nach Naturkatastrophe in Ecuador

Notfallhäuser für Erdbeben-Opfer

Peiting - Tausende Menschen in Ecuador haben nach einem Erdbeben ihr Zuhause verloren. Bischof Bertram Wick, der enge Kontakte nach Peiting hat, möchte mit Notfallhäusern helfen - und hofft auf zahlreiche Spenden.

Ein Hilferuf von Bischof Bertram Wick für die Erdbebenopfer in Ecuador hat den Eine-Welt-Laden Esperanza in Peiting erreicht. Jetzt wird eine Spendenaktion zur Linderung der Not gestartet. Der Auftakt dazu erfolgt beim Bauernmarkt am kommenden Freitag.

Der aus der Schweiz stammende Bischof Bertram Wick ist durch die frühere Tätigkeit von Schwester Paula Straub aus Peiting in Südamerika von Anfang an mit dem Eine-Welt-Laden Esperanza verbunden und hat viele Freunde im Pfaffenwinkel. Als Mann der Tat sorgte er schon als Missionspater dafür, dass seine ihm anvertrauten Gläubigen Schulbildung und Arbeit bekommen. Ein Beispiel gelebter Solidarität ist das Produkt coloncheline by Padre Bertram, das unter anderem über den Peitinger Laden vertrieben wird.

Zerstörte Häuser, hunderte Tote

Jetzt, nach dem starken Beben in der Nachbarprovinz Manabi, erwartet er eine Welle von Flüchtlingen, die bei ihm Unterschlupf suchen. Seine Diözese selbst ist mit etwa 180 zerstörten Häusern und vier Toten noch glimpflich davon gekommen. In Manabi hingegen sind Hunderte von Toten und zum Teil völlige Zerstörungen zu beklagen. Die Schäden werden grob auf über drei Milliarden Dollar gerechnet.

Wer Bertram kennt, weiß, dass er die Ärmel hochkrempelt und tatkräftig mit anpackt. „Wir arbeiten an einem Nothäuschen-Programm,“ schreibt er in einem Brief an seine Freunde in Europa. Diese Häuschen im Grundriss von fünf mal fünf Metern stehen auf Pfählen, die Wände sind aus Bambus oder Brettern, der Boden besteht aus Brettern und das Dach aus Zinnblech. Sie haben eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren und kosten ohne Arbeit um die 1000 Euro.

Opfer bekommen Häuschen geschenkt

Zunächst kommen sie auf ein Grundstück, das für zwei bis drei Jahre gemietet ist. Danach müssen sich die Bewohner ein definitives Zuhause suchen. Die Häuschen bekommen sie geschenkt, sie können beim Wegzug mitgenommen und für wenig Geld auf einem Laster ins Zielgebiet transportiert werden. Dort dienen sie eine Zeit als Behausung, bis ein besseres Zuhause wieder aufgebaut ist.

Im Esperanza-Team ist man begeistert. „Die Spenden kommen zu hundert Prozent den Notleidenden zu Gute,“ kann Lucia Jocher bestätigen. Bischof Bertram bürgt persönlich für die Verwendung der Gelder. 

Spenden-Konto

Spenden-Konto für die Erdbeben-Opfer in Ecuador bei der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel.
IBAN: DE 87 7016 9509 0000 0867 70; Kennwort: „Erdbebenhilfe Ecuador"

hg

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