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Nach vielen Stunden Suchen: Montagmittag waren Wasserwart Klaus Kimmerle, Hubert Waibl und Siegfried Föhr (von rechts) fündig geworden. Das Leck lag unter einem Holzstapel.

Wasserrohrbruch in Bernbeuren 

Nach stundenlangem Suchen: 60000-Liter-Leck gefunden

Bernbeuren - Das Leck im Wasserleitungsnetz von Bernbeuren ist gefunden. Auf einem unbebauten Grundstück zwischen Pfeifferstraße und Säulingstraße waren wohl schon seit Samstagabend rund 60 Kubikmeter Wasser pro Stunde – 60 000 Liter – aus einem gebrochenen Rohr ausgetreten.

„Er hat wieder die richtige Nase gehabt“, lobte Bürgermeister Martin Hinterbrandner an erster Stelle Wasserwart Klaus Kimmerle und dankte im gleichen Atemzug den Bauhofmitarbeitern. Kimmerle, Peter Köpf,  Siegfried Föhr und Hubert Waibl waren seit Sonntagnacht gegen zwei Uhr im Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt nämlich kam der erste Alarm: Der untere Hochbehälter führte zu wenig Wasser. Schon da war klar, dass es sich um ein größeres Leck handeln müsse. Und auch aus Lechbruck von der Kläranlage kam im Laufe des Sonntags die Meldung, dass dort zuviel Abwasser aus Bernbeuren ankomme.

Den ganzen Sonntag über war man im Ort auf der Suche, wo das Wasser austreten könnte – Fehlanzeige. Abends informierte man dann die Bevölkerung über Zeitung und soziale Netzwerke und bat vorsorglich darum, erst einmal keine größeren Wassermengen zu entnehmen. Zwar sei die Wasserversorgung des Ortes zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, aber dies nur dank der Kooperation mit Stötten, wie Hinterbrandner erklärt hatte – die Nachbargemeinde füllte den oberen Hochbehälter am Auerberg auf, nachdem das Wasser von dort in den unteren gepumpt worden war.

Ab Montag in aller Früh stand das Lecksuchgerät aus dem Abwasserzweckverband mit Lechbruck zur Verfügung. Letztlich war der ungebetene Wasserfluss dann jedoch per Gehör gefunden worden, wie Dritte Bürgermeisterin Kathrin Zillenbiehler berichtete. Denn beim Absperren eines Wasserschiebers am Ortsrand zwischen Pfeifferstraße und Säulingstraße war beim Wasserhydranten noch ein deutliches Wasserrauschen zu hören. Weiter oben an dem Grundstück – direkt unter einem großen Holzlager – traten die Wassermassen aus. Letztlich hatte es aber wohl vielen Stunden gedauert, bis das trockene und noch nicht gefrorene Erdreich des Grundstücks gesättigt war. Ein Großteil des Wassers war überdies unbemerkt direkt in einen Gully abgeflossen. Kurz nach dem Auffinden des Lecks meldete sich dann ein Nachbar, der seinerseits dunkles, schmutziges Wasser in einem Einlaufschacht bemerkt hatte.

Für Wasserwart und Bauhofmitarbeiter gab es gestern noch einiges zu tun – zumal man die Stelle des Rohrbruches erst einmal freilegen musste. Hinterbrandner: „Beruhigend zu wissen, dass im Notfall alles funktioniert und jeder weiß, was er zu tun hat.“ Am wertvollsten sei jedoch nach wie vor die Erfahrung und das Wissen langjähriger Mitarbeiter.

Elke Robert

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