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Auch bei Hohenfurch kam es zu einem Unfall infolge Schneeglätte, bei dem ein Schild umgefahren wurde.

Nach dem Wintereinbruch

Schwer- und Leichtverletzte: Glatte Straßen fordern Tribut

Schongau - Der Wintereinbruch hat auf den Straßen des Schongauer Lands seinen Tribut in Gestalt eines Schwer- und mehrerer Leichtverletzten gefordert.

Auf Höhe Peiting-Hausen befuhr am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr ein 34-jähriger Kaufbeurer die B 472 und kam dabei infolge Schneeglätte und überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Wagen nach links von der Fahrbahn ab. Dabei überschlug sich dieser und kam in einem Graben zum Liegen. Der Fahrer sowie seine beiden sechs und acht Jahre alten Kinder wurden leicht verletzt ins Schongauer Krankenhaus gebracht. Am Pkw, der abgeschleppt werden musste, entstand Totalschaden. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Am Freitagabend kam dann ein 25-jähriger Kaufbeurer alleinbeteiligt gegen 19.15 Uhr auf schneeglatter Fahrbahn in Höhe Ingenried mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinunter. Im Anschluss blieb er mit dem Heck des Wagens im Mühlenbach liegen. Der Fahrer zog sich dadurch leichte Verletzungen im Halsbereich zu und wurde in die Schongauer Klinik eingeliefert. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 9000 Euro. Es musste ebenfalls abgeschleppt werden.

Auch zwischen Lechbruck und Roßhaupten wurde ein Unfall gemeldet. Der ereignete sich am Freitagnachmittag in Höhe Lusse. Ein 19-jähriger Fahranfänger verlor dabei wegen Winterglätte die Kontrolle über seinen VW-Bus, kam ins Schleudern und knallte gegen die Böschung, die das Auto hinabfuhr. Während seine Beifahrerin mit leichten Blessuren davonkam, musste der Fahrer selbst schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am Pkw entstand Totalschaden. Die Straße musste bei den anschließenden Bergungsarbeiten etwa für eine Viertelstunde gesperrt werden.

Darüberhinaus registrierte die Schongauer Polizei zwischen Freitag um 11 Uhr und Sonntag um 8 Uhr noch neun registrierte Kleinunfälle, die auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen waren. In allen Fällen entstand lediglich Sachschaden.

Dazu gehörte auch der Unfall eines Soldaten am Freitagabend, der auf dem Heimweg von der Kaserne nach Hohenfurch auf der Umgehungsstraße zirka 300 Meter vor der Schönachgemeinde wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern geriet und dabei das Schild „Sportanlagen“ mitriss. Der Fahrer blieb allerdings unverletzt.

Die Polizei nimmt auch in den anderen Fällen überhöhtes Tempo als Unfallursachen an. Deshalb appellieren die Ordnungshüter an sämtliche Verkehrsteilnehmer, Fahrverhalten und besonders die Geschwindigkeit an die winterlichen Straßenverhältnisse anzupassen.

Stephan Penning

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