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Schule auch am Nachmittag: Wieviel Betreuung brauchen Peitings Kinder.

Ab Herbst 2017

Nachmittagsbetreuung auch an Grundschulen?

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Peiting - Im kommenden Schuljahr können auch Peitings Grundschüler von einem kostenlosen Ganztagesangebot profitieren. Bisher war dies nur den Mittelschülern vorbehalten. Derzeit lotet die Gemeinde aus, wie bei den Eltern der konkrete Bedarf aussieht.

Ein Fragebogen hat jüngst alle Peitinger Haushalte erreicht, in denen kleine Kinder leben. Ziel der Umfragen-Aktion, die immerhin 1000 Familien im Ort betrifft: Den Betreuungs-Bedarf im Krippen-, Kindergarten- und Grundschulalter sondieren.

Auch die Eltern von Grundschülern sollen ab dem Schuljahr 2017/18 die Möglichkeit bekommen, ihr Kind bis in den Nachmittag hinein kostenlos an der Schule betreuen zu lassen – eine Zielvorgabe der Bayerischen Staatsregierung wird damit auch in Peiting umgesetzt.

Gutes Freizeitprogramm

Neu ist, dass sich die Gemeinde zusammen mit den Schulleitungen selbst um ein solches Angebot kümmern muss. Ähnliches wurde in der Vergangenheit bereits von externen Anbietern bereitgestellt: An beiden Grundschulen im Ort hatte der AWO-Ortsverein mehr als 20 Jahre eine (verlängerte) Mittagsbetreuung angeboten. Hatte. Denn: Die beliebte Mittagsbetreuung kann die AWO nicht mehr aufrechterhalten. Ab dem kommenden Schuljahr ist (vorerst) Schluss (mehr dazu lesen Sie im Kasten).

Weitere Angebote: Der Hort der Kinderhilfe Oberland (bis maximal 17.30 Uhr und teilweise auch in den Ferien). Und die Schulkindbetreuung der Kindertagesstätte St. Michael (bis maximal 16.30 Uhr und in den Ferien). Beide Angebote sollen trotz des schuleigenen Angebots, das in den nächsten zehn Monaten ausgebaut werden soll, keinesfalls „verdrängt werden oder entbehrlich“ sein, betont Hauptamtsleiter Stefan Kort.

Dass der Bedarf solcher Betreuungsangebote nach Schulschluss immer größer wird, zeigt die Erfahrung, die man damit bereits an der Mittelschule Peiting hat: „Die Auslastung ist da, es läuft gut bis sehr gut“, so Kort. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Gemeinde hier auch ordentlich zuschießt, um auch ein ordentliches Freizeitangebot für die Kinder zu schaffen. „Das ist personalintensiv.“ Was wiederum kostet. So hat der Gemeinderat jetzt beschlossen, den Zuschuss für die offene Ganztagsschule an der Mittelschule auf maximal 18 000 Euro aufzustocken. Das Geld wird im Haushalt 2017 eingeplant.

Nicht nur über den Hausaufgaben brüten, und „rumhängen“, sondern sich auch bewegen, Sport machen: So könnte die Nachmittags-Betreuung der Kinder künftig auch an der Grundschule aussehen. Angedacht hat die Gemeinde drei Modelle, die möglich wären. Was umgesetzt wird: Das hängt davon ab, welchen Bedarf die Eltern jetzt im Fragebogen an die Gemeinde zurückmelden. Entscheidend wird sein, welche Konzepte sich die Schulleiter vorstellen können.

Welches Modell passt am besten?

-Die „Ganztagsschule Ganztagesschule bis 16 Uhr“ (OGTS bis 16 Uhr): Die OGTS schließt unmittelbar an den Unterricht an. Geboten sind neben einer Hausaufgabenbetreuung Freizeitangebote im sportlichen, musischen und gestalterischen Bereich. Mittagessen gibt es in der Schule. Als personal stehen pädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Mögliche Buchungszeit für Eltern: mindestens zwei Nachmittag pro Schulwoche. Die Teilnahme an den gebuchten Nachmittagen ist verpflichtend. Das Angebot ist – Mittagsverpflegung ausgenommen – kostenlos.

-„Kurzgruppen der Schülerbetreuung bis 14 Uhr“ (OGTS-Kurzgruppen): Die Kurzgruppen schließen sich an mindestens vier Schultagen pro Woche direkt an den Unterricht an und dauern bis 14 Uhr. Mindestbuchungszeit: zwei Nachmittag pro Schulwoche. Geboten ist ein Mittagessen (kostenpflichtig), eine Hausaufgabenbetreuung (kostenfrei). Mit der „OGTS bis 16 Uhr“ kombinierbar.

-„Offene Ganztagesangebote Schule/Jugendhilfe“ (OGTS Kombi): Angesprochen werden Eltern, die für ihre Kinder einen hohen Bildungs- und Betreuungsbedarf an fünf Wochentagen bis circa 18 Uhr haben, außerdem während der Schulferien. Das Modell ist eine Kombination von Angeboten der Schule und der Jugendhilfe. Eltern müssen mindestens vier Nachmittag an der Schule bis 16 Uhr buchen. Mindestens die Hälfte der Schüler muss die zusätzlichen Betreuungszeiten nach 16 Uhr in Anspruch nehmen. In der Verwaltung geht man davon aus, dass im Ort für dieses Modell kein Bedarf besteht.

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