Auf dieser Fläche am Punzenberg (im Hintergrund die schöne alte Linde) könnte ein naturnaher Spiel- und Begegnungsraum für Alt und Jung entstehen. Foto: jos

Natur-Spielplatz zum Klettern und Toben in Schwabsoien geplant

Schwabsoien - Bewusst haben die Schwabsoier Gemeinderäte bei der Planung des Baugebietes „Am Punzenberg“ eine 366 Quadratmeter große Grünfläche an einer schönen alten Linde freigelassen. Dort könnte ein naturnaher Spiel- und Begegnungsraum entstehen.

Wie Schwabsoiens Bürgemeister Konrad Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung erinnerte, sei diese Grünfläche am Punzenbergweg eine Ausgleichsfläche für die gemachte Bebauung. „Sie soll aber nicht verwildern, sondern ordentlich genutzt werden.“ Ideen für eine Nutzung habe es in der Vergangenheit mehrere gegeben, geworden sei aus diesen aber nix.

Das könnte jetzt anders werden: Sepp verwies auf eine Gruppe von Schwabsoiern, die sich auf der Freifläche an der Linde einen naturnahen Spiel- und Begegnungsraum für Jung und Alt vorstellen können. Stellvertretend für diese Bürger stellte Anne-Kathrin Eder diese Pläne im Gemeinderat vor. „Ich finde es positiv, dass sich Bürger Gedanken über die Nutzung machen, und wir sollten zumindest heute einen Grundsatzbeschluss treffen und sagen, ob wir uns das vorstellen können oder nicht“, wandte sich Sepp an die Gemeinderäte und übergab Eder das Wort.

Wie die Architektin erklärte, müsse man sich diese Bewegungsraum ganz deutlich in Abgrenzung zu „normalen“ Spielplätzen vorstellen: „Herkömmliche Spielplatz-Geräte stehen in fast jedem privaten Garten, sind wenig veränderbar und irgendwann auch langweilig. Sowas können wir uns da nicht vorstellen“, sagte Eder.

Vielmehr gehe es um aktives Naturerleben, dass sich Kinder kreativ und mit Naturmaterialien austoben können und Erwachsenen gleichzeitig Raum und Möglichkeit zum Entspannen gegeben wird. Vorstellbar wären verschiedene Bereiche auf dem Areal: Etwa eine große Wasserfläche als eine Art Spielteich oder Matschspielplatz, der von einer dort vorhandenen Wasserquelle gespeist wird, ein Bereich mit Baumstämmen zum Klettern und Kraxeln, eine Art Hügel mit Bruchsteinmauer als Aussichtsturm mit Findlingen als Einfassung und zum Springen - alles so naturbelassen wie möglich, umrandet von Blumen- und Magerrasenwiesen sowie Beerenbüschen. „So hätte das Ganze einen viel höheren Spiel- und Entdeckungswert für die Kinder“, sagte Eder. „Wir sollten das Grundstück außerdem so modulieren, dass es immer veränderbar und damit nie langweilig ist.“

Auch über die Umsetzung und die Kosten haben sich Eder und ihre Mitstreiter Gedanken gemacht: Wichtig wäre, dass so viele Hände wie möglich beim Bau mit anpacken sollten - um die kostenintensiven Firmenleistungen so gering wie möglich zu halten. „Natürlich sollten die Kinder miteinbezogen werden, ebenso wie die Familien und Vereine - das fördert auch den Zusammenhalt in der Gemeinde und die Sorgfalt bei den Kindern“, so Eder.

Eine erste vorsichtige Kostenschätzung für das Herrichten des naturnahen Spiel- und Bewegungsraum liegt laut Eder bei rund 12 000 Euro, wobei die nötigen Erdarbeiten das Gros ausmachen. „Diese Summe könnte natürlich durch Eigenleistungen deutlich reduziert werden.“

jos

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