Josef Fegg: Rottenbuchs neuer Pfarrer.

Dienstantritt am 1. September

Neuer Pfarrer schwärmt von Rottenbuch

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Rottenbuch - Neuer Pfarrer für den Pfarrverband Rottenbuch: Josef Fegg (35) wird ab dem 1. September dort seine erste Pfarrstelle antreten. Er ist der Nachfolger von Gerhard Gumpinger, der vergangenes Jahr nach Tittmoning (Landkreis Traunstein) versetzt worden ist.

Vor zehn Jahren hat Pfarrvikar Josef Fegg, der noch bis Ende August im Pfarrverband Schönberg (Dekanat Mühldorf am Inn) tätig ist, schon einmal die Gemeinde Rottenbuch besucht. „Im Rahmen des Priesterseminars habe ich die Wieskirche besichtigt. Auf dem Weg sind wir auch an Rottenbuch vorbeigekommen“, erzählt Fegg am Telefon. Damals habe ihn das örtliche Gotteshaus sogar mehr beeindruckt als die berühmte Wallfahrtskirche nahe Steingaden. „Als naturverbundener Mensch, der gerne in die Berge geht, habe ich mir gedacht, dass Pfarrer Gerhard Gumpinger wirklich zu beneiden ist, in dieser Gegend tätig sein zu dürfen.“ Gar als Gesamtkunstwerk nimmt Fegg die Kirchen in der Umgebung wahr.

Nun er den Schritt gewagt und sich um die Stelle des Pfarrers in Rottenbuch, Schönberg, Wildsteig und Böbing bemüht – mit Erfolg. „Anscheinend möchte der Herrgott, dass ich dort wirke“, vermutet der sympathisch wirkende Pfarrvikar. „Ich freue mich schon sehr auf diesen Neubeginn und dass ich dort endlich festen Boden unter den Füßen habe.“

Vor elf Jahren fiel die endgültige Entscheidung

Dieser Wunsch ist mehr als nachzuvollziehen. Hat Fegg doch eine turbulente Zeit hinter sich. Erst vor elf Jahren traf er endgültig den Entschluss, Pfarrer werden zu wollen. Seitdem ist einiges passiert, der 35-Jährige hat zahlreiche Stationen durchlaufen. Sein Ziel immer fest vor Augen.

Voller Zuversicht zeigt sich Albrecht Bögle, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. „Es ist schön, nach einem Jahr der Vakanz einen neuen Pfarrer und damit Konstanz zu haben“, sagt er auf Nachfrage. Persönlich kennengelernt hat er Josef Fegg zwar noch nicht, „aber das wollen wir bald nachholen“. Zumindest schriftlich habe man schon Kontakt aufgenommen und ihm einen Willkommensgruß übermittelt.

Auch Dekan Thomas Gröner ist erleichtert über die Entwicklung. „Für die Gemeinden Rottenbuch, Schönberg, Wildsteig und Böbing ist er ein Glücksfall.“ Gröner hat nach dem Weggang von Gerhard Gumpinger seit Juni vergangenen Jahres den Pfarrverband Rottenbuch übernommen. Zusätzlich zu seiner eigentlichen Wirkungsstätte in Oberammergau. Unterstützend zur Seite steht ihm Pater Thomas, der vermutlich nicht in Rottenbuch bleiben wird, wenn Fegg seinen Dienst antritt. Das ganze Pastoralteam mit Diakon Martin Mylius und Pastoralreferent Georg Jocher blickt laut Gröner positiv in die Zukunft. „Nun kann es mit neuen Kräften weitergehen. Mit Josef Fegg kommt ein junger, dynamischer Pfarrer.“

Josef Fegg: Von Bankkaufmann über Gebirgsjäger zum Priesterseminar:

1980 wurde Josef Fegg in dem Bauerndorf Wimmern im Berchtesgadener Land geboren. Dort war er schon in der Jugend in der Pfarrei und als Ministrant aktiv. Zunächst besuchte Fegg die Realschule und lernte den weltlichen Beruf des Bankkaufmannes. Nach seinem Wehrdienst als Gebirgsjäger bei der Bundeswehr hat er sich beruflich umorientiert und in der EDV als Programmierer bei einer Bank gearbeitet. Schon immer hat Fegg sich mit dem Wunsch getragen, Gott als Pfarrer zu dienen. „In dieser Zeit wurde dieser Gedanke immer präsenter“, erzählt der 35-Jährige.

Neben der Arbeit holte er am Abendgymnasium sein Abitur nach. 2005 besuchte er das Priesterseminar, war im Zuge dessen auch ein Jahr in Tansania. Nach viereinhalb Jahren des Studiums war er zwei Jahre lang Praktikant in Dachau, drei Jahren Kaplan in Rosenheim und schließlich zwei Jahre lang Pfarrvikar im Pfarrverband Schönberg (Mühldorf am Inn). Im Pfarrverband Rottenbuch tritt Fegg ab September seine erste Stelle als Pfarrer an. „Es ist ein schönes Gefühl, dass nun Ruhe einkehrt und ich ein Zuhause finde.“

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