Schlager-Star Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals gestorben: Vermutung zu Todesursache

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Alles Gute: Manfred Maier (l.) löst Ronald Bauer als Vize-Leiter der Polizeiinspektion Schongau ab. foto: hans-helmut herold

Neuer Polizei-Vize ist erst einmal Chef

Schongau - Schongaus Polizeiinspektion hat einen neuen Vize-Leiter: Manfred Maier beerbt Ronald Bauer - und dürfte die nächsten Zeit kommissarischer Chef sein.

Offenbar zieht es die Peißenberger magisch nach Schongau: Schon bisher war die Doppelspitze aus Rudolf Fischer, der bereits seit knapp einem Monat seinen Ruhestand genießt, und Ronald Bauer aus dem Bergwerksort. Auch Bauers Nachfolger Manfred Maier kommt aus Peißenberg. Der 50-Jährige hatte ursprünglich eine Ausbildung zum Informationselektroniker gemacht, dann aber schnell gemerkt, dass das nichts für ihn ist: „Ich wollte nicht in der Früh anfangen und wissen, was den ganzen Tag über passiert“, sagt der dreifache Familienvater, der auch schon ein Enkelkind hat.

Beim Thema Abwechslung war er bei der Polizei richtig, Maier hat schon einige Stationen hinter sich gebracht. Vom Unterstützungskommando über den Einsatzzug bei der Polizeidirektion Weilheim, danach bei der dortigen Inspektion, über Polizeiinspektion Fahndung und der Verkehrspolizei Weilheim hat er schon zahlreiche verschiedene Verwendungen gefunden. Auch beim Thema Fortbildung, etwa beim Schießen oder in der Selbstverteidigung, war Maier aktiv. Zuletzt war er noch ein halbes Jahr bei der PI Fahndung in die Vorbereitungen zum G 7-Gipfel in Elmau eingebunden, nach der erfolgreichen Bewerbung auf die Stelle in Schongau war das jetzt hinfällig. „Das hätte mich natürlich interessiert“, gibt er zu. Doch die Situation in Schongau dürfte auch spannend sein.

Denn die örtliche Entwicklung hat Maier in der Zeitung verfolgt - dass Fischer in Ruhestand ging, ohne einen Nachfolger zu haben. Der ist zwar schon ausgewählt, aber ein unterlegener Bewerber klagt dagegen. „Es wäre toll, wenn es bis 1. Juli mit der Nachfolge klappt“, sagt Maier. Doch daran glauben kann er offenbar selbst nicht: „So wie es ausschaut, dürfte ich die nächste Zeit kommissarischer Leiter sein.“

Das war am Ende auch Bauer, doch er konnte seinen Nachfolger wenigstens noch einarbeiten. Seit rund zwei Wochen ist Maier schon vor Ort, Bauer hat ihm die Abläufe gezeigt. „Wie der Personalstand ist, wer welche Funktion hat und für was geeignet ist, solche Sachen“, sagt Bauer. Er hatte schon die letzten Tage in den Ruhestand reinschnuppern dürfen, musste nämlich noch Überstunden abbauen und deshalb immer mittags heimgehen. Der schöne Ausklang einer langen Karriere für den 60-Jährigen, der an seinem 17. Geburtstag mit der Polizei-Ausbildung begonnen hatte. Bald wird Bauer Hausmann spielen - seine Frau arbeitet nämlich Vollzeit. Doch damit kommt er gut klar: Die insgesamt sechs Kinder haben schon fünf Enkel, da wird Bauer gefordert sein, auch sportlich will sich der begeisterte Berggeher vermehrt betätigen. „Und wenn es ein Problem gibt, kann mich mein Nachfolger gerne anrufen“, sagt Bauer.

Dieses Angebot wird gerne gemacht, angenommen wird es so gut wie nie. Maier hat jetzt auch nicht vor, sofort alles umzukrempeln. Er wird Gespräche führen und nach einer Bestandsaufnahme vielleicht den einen oder anderen Ablauf ändern, „aber nicht gleich alles umpflügen“. Das kann ja immer noch der eigentliche Leiter machen. Wenn er irgendwann einmal kommt.

Boris Forstner

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