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Fleißig angepackt haben insbesondere die Zehn- bis 15-Jährigen.

Neuer Treff in Bernbeuren

Ausmisten fürs Einnisten

Bernbeuren - Weil der Bedarf immer größer wird, gibt’s in Bernbeuren nun einen öffentlichen Treffpunkt für die Jugend. Gemeinsam mit den Asylbewerbern haben eine ganze Horde Jungs und Mädels angepackt, um einen Raum im Filserhaus auszumisten.

Viele Gemeinden im Landkreis haben einen Ort für Jugendliche, ob Jugendraum oder Jugendzentrum, damit sich Kinder und Jugendliche unabhängig von Vereinen treffen können. Schon allein wegen der drei Bernbeurer Jungbürgerversammlungen im Jahr, wird der Bedarf nach solch einem Platz am Fuße des Auerbergs immer größer. Deshalb wurde kürzlich Raum für einen öffentlichen Treffpunkt geschaffen.

Die Jugendbeauftragten Renate Pfaffinger-Straub und Kathrin Zillenbiehler luden Ende Mai zu einem Infotreffen, bei dem die Jugendlichen ihre konkreten Vorstellungen und Wünsche äußern konnten. Und zwar gleich direkt vor Ort. Im unteren rechten Bereich, dort wo es in Sachen Denkmalschutz keine Probleme geben dürfte, werden sich künftig die Jungs und Mädels zum Ratsch und Tratsch treffen.

Da Bernbeurens Gemeindehaushalt knapp bei Kasse ist, wollten die Jugendlichen selbst Hand anlegen, um ehrenamtliche Hilfe bei Firmen bitten sowie Baumaterialien mittels Spenden besorgen. Mit einer ersten großen Entrümpelungsaktion – gemeinsam mit den Asylbewerbern vom Auerberg – packten über 20 Kinder und Jugendliche fleißig an, räumten den Raum für weitere Arbeiten schon mal leer. Und weil man schon mal beim Ausmisten war, wurden auch gleich die restlichen Zimmer sowie der Saal von altem Krust befreit. Anschließend wurde die Ware auf einen Kipper geladen und entsorgt.

Nun gilt es, mit so wenig Aufwand wie möglich den kalten leeren Räumlichkeiten wieder Leben einzuhauchen. Unter anderem mit Couch, Kicker und Dartscheibe. Denn die ersten Partys im neuen Treffpunkt wie Jugenddisco und Jugendfasching sind in den Köpfen der jungen Bernbeurer schon fest eingeplant. Die alte, aber gut erhaltene Theke haben sie dafür extra stehen lassen. Derweil laufen die Gespräche mit Handwerkern, während gut erhaltene Heizkörper bereits von der Firma Doser gespendet wurden. Zu den weiteren Arbeiten gehört das Verlegen eines neuen Bodens, das Trockenlegen und Streichen der Wände, die Installation von Heizung und Elektrik sowie das Sammeln von weiteren Einrichtungsgegenständen.

Da das Filserhaus bereits an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist, werden für Heizkosten keine weiteren Mittel von der Gemeinde benötigt – ein wirtschaftliches Platzerl also. Auffallend an diesem Projekt ist, dass nahezu ausschließlich zehn bis 15-Jährige am Werkeln sind. Das zeigt, dass vor allem die Jüngeren einen Treffpunkt brauchen, es daher auch festgesetzte Altersgrenzen geben wird.

Spenden für die Jugend:
Die Bernbeurer Jugend bittet für ihren neuen Treffpunkt um Spenden. Mögliche Gönner können das Geld auf das Konto der Gemeinde (IBAN DE50 7345 1450 0000 2800 08) unter dem Verwendungszweck „Jugendtreff“ überwiesen. Auch gebraucht werden noch Kicker, Couch, Billiardtisch und Dartscheibe.

zil/js

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