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Ganz anders soll die Ortsmitte gestaltet werden. 

Ortsmitte wird umgebaut

Neues Zentrum für Wildsteig

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Wildsteig - Die Gemeinde Wildsteig startet in ihrer Dorferneuerung ein Großprojekt: Jetzt wird die Ortsmitte umgebaut. Sie soll ein Zentrum für die Bürger werden. Dafür nimmt die Gemeinde viel Geld in die Hand. Der Gemeinderat hat das Vorhaben auf den Weg gebracht.

Es ist das bislang größte Projekt der Wildsteiger Dorferneuerung: die Neugestaltung der Ortsmitte. Zwischen Pfarrkirche St. Jakob und Gasthof „Zur Post“ wird eine Begegnungsstätte für die Bürger gebaut. Im Gemeinderat war das ehrgeizige Vorhaben nun Thema. Einstimmig wurden die Entwurfsplanung des Uffinger Planers Stefan Goller, der die 2013 offiziell gestartete Dorferneuerung fachlich begleitet, sowie die Kostenschätzung für das sogenannte Los genehmigt.

Die Kosten sind nicht gerade gering: Immerhin 668 500 Euro werden angesetzt. Allerdings werden 50 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert, wie Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer vorrechnet.

Dafür gibt es eine völlig neue Ortsmitte

Sie soll wieder attraktiv für die Bürger werden, wie der Bürgermeister hofft. „Es gibt eine Tendenz, dass sich das dörfliche Leben mehr und mehr in Richtung Gemeindehalle verlagert“, hat Taffertshofer festgestellt. „Wir wollen aber, dass unser Herz nicht stirbt.“ Die Entwurfsplanung wurde laut Rathauschef bereits vom Münchener Amt für ländliche Entwicklung abgesegnet. „Endlich ist es soweit. Es war ein sehr zähes Ringen mit dem Amt.“

Die Liste ist lang. Es soll ein „Platz der Begegnung“ entstehen, wie Taffertshofer sagt - „für Theater bis Jahrmarkt und Weihnachtsmarkt.“ Sogar an eine überdachte Freibühne ist gedacht. Dafür wird sogar das Kriegerdenkmal um circa 30 Meter nach Südwesten versetzt und saniert, auch der Maibaum bekommt einen anderen Standort.

Ebenfalls neugeordnet wird die Parkplatzsituation, zusätzliche Stellplätze sollen entstehen. Die Zugänge zur Kirche, zum Friedhof und zum Leichenhaus werden möglichst eben umgebaut. Das Umfeld der angrenzenden Anwesen erhält ein neues Gesicht. Und dann ist da noch der Zugang zur - immer noch gesperrten - Lourdes-Grotte. Der bisherige Weg verschwindet, dafür wird der alte Grottenweg reaktiviert und ein neuer Fußgängerzugang mit Handläufen geschaffen.

Finanzielle Mittel noch nicht freigegeben

Die Pläne sind fix, aber die Finanzierung steht noch nicht. Denn noch sind die Mittel von der Dorferneuerungs-Behörde nicht freigegeben. Dem Bürgermeister brennt es aber unter den Nägeln. Taffertshofer: „Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir unbedingt im nächsten Jahr bauen wollen.“ Schließlich soll 2018 alles fertig sein.

Denn dann feiert der heimische Veteranenverein sein 150-Jähriges – und der Platz rund um das Kriegerdenkmal soll doch in neuem Glanz erstrahlen.

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