Nötigung im Straßenverkehr

Busfahrer drängt Autofahrerin zu Auffahrunfall

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Schongau - Er hat wild gestikuliert und nicht gebremst: Ein rücksichtsloser Busfahrer brachte eine Autofahrerin derart in Bedrängnis, dass sie sich nur noch durch Rückwärtsfahren retten konnte – dann passierte das: 

Wie die Schongauer Polizei berichtet, muss sich ein 59-jähriger Busfahrer wegen Nötigung im Straßenverkehr verantworten. Der Grund: Am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr fuhr der Mann mit seinem Bus in Schongaus Altstadt von der Christophstraße nach links in die Weinstraße. Zur selben Zeit näherte sich eine 36-jährige Autofahrerin, die – entgegengesetzt – aus der Weinstraße nach rechts in die Christophstraße fahren wollte.

Busfahrer gestikuliert mit beiden Händen - während der Fahrt

Der große Schwenkbereichs des Busses zwang die Frau jedoch zum Anhalten. Doch nicht genug, auch der Busfahrer hatte keine Chance auf ein reibungsloses vorbeifahren, hätte ebenfalls anhalten müssen. Machte er aber nicht. Stattdessen deutete er wild gestikulierend mit beiden Händen in Richtung 36-Jährige, dass diese Platz machen solle. Und rollte weiter auf die Frau zu. Daraufhin legte die 36-Jährige den Rückwärtsgang ein. Beim Zurückstoßen übersah sie allerdings einen hinter ihrer wartenden 58-jährigen PKW-Fahrer. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem an beiden Fahrzeugen ein Gesamtschaden von rund 250 Euro entstand.

Laut Angaben des 58-Jährigen habe die Frau tatsächlich gar keine andere Chance gehabt, als durch Zurückweichen einen Zusammenstoß mit dem Bus zu verhindern, Aufgrund dieser Aussage wurde gegen den Busfahrer nun ein Verfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet.

Johannes Schelle

Rubriklistenbild: © dpa

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