Projekt für Obdachlose

Gemeinden rund um Herzogsägmühle sind dabei

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Herzogsägmühle - Wohnungslos, hoffnungslos. Damit soll nun Schluss sein. Ein Projekt ermöglicht Betroffenen wieder Fuß zu fassen und einen Ort zum Leben zu finden. Der gemeinsame Antrag mehrerer Gemeinden unter Federführung von Herzogsägmühle konnte sich in einem Wettbewerb durchsetzen.

Wer Gefahr läuft, sein Zuhause zu verlieren, oder es schon verloren hat, steht vor dem Nichts. Zu hoch ist die Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen. Darum haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Startschuss für 88 Projekte gegen Armut und Ausgrenzung in Deutschland gegeben.

Mit dabei auch Herzogsägmühle, Schongau, Peiting, Weilheim, Peißenberg, Landsberg, Marktoberdorf, Füssen und Buchloe. Der gemeinsame Antrag der neun Gemeinden – an der Spitze Herzogsägmühle – konnte sich im Wettbewerb von 191 Bewerbern durchsetzen. Das geförderte Projekt „Mein Wohnraum – Menschenrecht erwirken – Wohnraum sichern oder finden“ hat das Ziel, Betroffene zu motivieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Es sollen bestehende Strukturen genutzt und die eigene Lebenssituation stabilisiert werden“, so Christian Meier, Ambulante Dienste in Herzogsägmühle.

Mit Mitteln des „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ und zusätzlichen Bundesmitteln werden die Hilfen gefördert. In Kooperation zwischen Kommunen und gemeinnützigen Trägern soll damit außerhalb der Gesellschaft stehenden Gruppen ein Zugang in den Sozialraum eröffnet werden.

Als Lotsen gehen Berater in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Ostallgäu und Landsberg auf Menschen zu, um sie an bestehende Beratungsstellen zu vermitteln.

„EHAP soll eine Brücke in der Gesellschaft darstellen“, betont Meier. Um dies zu erreichen, wollen die Mitarbeiter Kommunen, Kirchengemeinden und Vereine mit ins Boot holen. Damit wird ein Bewusstsein für die bestehende Problematik geschaffen, vielleicht auch schneller reagiert. „So sollen frühzeitig von wohnungslosigkeit Bedrohte oder in versteckter Wohnungslosigkeit lebende Menschen an Mitarbeiter des Projekts vermittelt werden“, hofft Meier.

Zu erreichen

sind die Mitarbeiter des Projekts für alle drei Landkreise unter der zentralen Rufnummer 08861/2562386 oder unter wohnraum@herzogsaegmuehle.de.

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