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Unterm Himmel der Bayern im Hackerzelt sitzen die Jubilare Sabrina Stopper (l.) und Kristina Meichelböck.

Bedienungen mit Leidenschaft

10 Jahre Hackerzelt: Sabrina und Kristina feiern kleines Jubiläum auf der Wiesn

Schongau -  Allen Grund zum Anstoßen haben Sabrina Stopper (Peiting) und Kristina Meichelböck (Schwabbruck) auf der Münchner Wiesn: Seit zehn Jahren arbeiten sie als Bedienungen im Hackerzelt.

„Heuer ist es besonders griabig und angenehm, weil der Andrang nicht so riesengroß ist“, sagen Sabrina Stopper und Kristina Meichelböck.

Wie wird man Bedienung auf dem Oktoberfest? „Anni Ressle aus Schongau hat uns dazu gebracht“, verrät Sabrina Stopper. Das sei vor zehn Jahren gewesen. Damals wurde Dreier-Teams gesucht. Anni hat bei Sabrina und Kristina angefragt, beide haben „Ja“ gesagt. Seitdem geht’s jedes Jahr aufs Oktoberfest – zum Bedienen.

Eigentlich hätte auch Anni Ressle ihr Zehnjähriges feiern können, aber sie ist diesmal nicht dabei, weil sie am 22. August Mama geworden ist und auf ihre kleine Ramona aufpassen muss. Aber aus dem Trio ist heuer ein Sechser-Team geworden. Neben Sabrina Stopper und Kristina Meichelböck sind noch deren Schwester Franziska Meichelböck sowie Johanna und Regina Ressle aus Schongau und Andrea Goldmann (aus Schwabniederhofen) hinzugestoßen. Zu sechst sind sie in einer Seitenbox des Hackerzeltes für das Wohl der Gäste an 18 Tischen zuständig, da haben sie alle Hände voll zu tun. Die sechs Bedienungen treten im einheitlichen Dirndl auf – aufgeteilt in Früh- und Spätschicht.

Hinter den beiden sind die restlichen Bedienungen aus dem Schongauer Land zu sehen: (v.l.) Andrea Goldmann, regina Ressle, Johanna Ressle und Franziska Meichelböck.

„Auch nach zehn Jahren sind wir immer noch mit großer Leidenschaft dabei“, berichten Sabrina Stopper und Kristina Meichelböck. „Sonst würden wir es nicht machen.“ An den verschärften Sicherheitskontrollen führt auch für sie kein Weg vorbei. Sie werden an einem Spezialeingang (für das Bedienungspersonal) ebenfalls täglich kontrolliert (Blick in den Rucksack und Abtasten des Körpers).

Außerhalb der Arbeitszeit im Hackerzelt gehen sie natürlich auch auf die Wiesn und feiern mit. Nicht dabei ist diesmal Monika Linder aus Hohenfurch, die wie Anni Ressle am gleichen Tag entbunden hat (eine kleine Magdalena) und deshalb ebenfalls eine Babypause einlegt.

Michael Gretschmann

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