Die Schongauer CSU: (kniend von links) Thomas Schleich (Beisitzer), Michael Eberle (Schriftführer), Markus Wühr und Sven Schmid (Beisitzer). (stehend von links) Michael Reith (Beisitzer), Dr. Oliver Kellermann (Vorsitzender), Kornelia Funke, Helmut Hunger, Barbara Eichelberg (alle drei stellvertr. Vorsitzende), Marianne Porsche-Rohrer, Robert Stöhr (beide Beisitzer), Evelyne Paul (Schatzmeisterin), Ingrid Steffek, Peter Bommersbach und Luitpold Braun junior (Beisitzer) foto: oliver sommer

Dr. Oliver Kellermann neuer CSU-Chef von Schongau

Schongau - Dr. Oliver Kellermann ist neuer Ortsvorsitzender der CSU Schongau. Bei der Jahreshauptversammlung wurde er von den Mitgliedern als Nachfolger von Michael Eberle gewählt.

Er habe vor zwei Jahren schon deutlich gemacht, so Michael Eberle, dass er nur als Übergangslösung den Ortsverband anführen werde. Damit sprach der Amtsrichter kurz die seinerzeitigen „Verwerfungen“ in der Ortsgruppe an und leitete über, dass er das Amt übernommen habe, damit man mit Schwung in den Wahlkampf, nicht nur um den Landtag, Stadtrat, Bürgermeister, gehen könne.

Nun sei es aber wichtig, fuhr Eberle bei der Jahresversammlung seiner Partei fort, die Aufgaben wieder auf mehrere Schultern zu verteilen. „Das ist keine One-Man-Show“, insbesondere, nachdem am Amtsgericht momentan auch die Aufgaben des zur Zeit fehlenden Direktors auf ihn zurückfielen. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt. Wir haben die Wahl hinter uns, vor uns keinen Wahlkampf“, so Eberle. Jetzt sei die Zeit, neue Ideen zu entwickeln und neue Schwerpunkte zu setzen.

Nachdem der Wahlleiter bestimmt wurde, ließ Eberle das vergangene Jahr Revue passieren. Mit Höhepunkten wie dem Schockerberg, den diversen Wahlen und dem Dauerbrenner Kino. Dabei brachte Eberle seine Überzeugung zum Ausdruck, dass man hier nicht nur auf die interkommunale Zusammenarbeit mit Peiting setzen dürfe, Stichwort IKEK, sondern „wir müssen hier auch langsam zu einer Entscheidung kommen“.

Der Zusammenhalt im Ortsverband sei sehr gut, verbesserungswürdig seien aber der Internetauftritt, der Bereich Social Media und die Mitgliederpflege- und Gewinnung. Immer weniger Menschen seien bereit, Mitglied in einer Partei zu werden, bedauerte Eberle.

Diese würden allzu oft als die Schuldigen bei Skandalen betrachtet - wie etwa der NSA-BND-Affäre. Bereitwillig würden die Bürger hingegen in Interessensgemeinschaften mitarbeiten. Derzeit zählt die CSU-Ortsgruppe rund 123 Mitglieder.

Als seinen Nachfolger schlug Eberle Dr. Oliver Kellermann vor. „Wir arbeiten sei vielen Jahren gut zusammen“, beschrieb er den Zahnmediziner. „Ich denke, dass er das Amt gut ausfüllen wird.“ Dieser Empfehlung folgten die anwesenden Mitglieder bei den Wahlgängen ebenso, wie den weiteren Vorschlägen Eberles.

So bestimmten sie Kornelia Funke, Helmut Hunger Junior sowie Barbara Eichelberg als Stellvertreter Kellermanns. Schatzmeisterin bleibt Evelyn Paul. Schriftführer ist Michael Eberle, von dem Kellermann meinte, dass er froh sei, ihn im Boot zu haben.

Darüber hinaus wurden neun Beisitzer gewählt, die beiden Kassenprüfer bestimmt sowie die Delegierten für den Kreistag. Last but not least zeichnete die Ortsgruppe Mitglieder für ihre Treue aus. Seit 25 Jahren gehören Willi Steffek, Marianne Porsche-Rohrer, Monika Schwecke, Heidemarie Heitzmann und Michael Eberle der Ortsgruppe an. Seit 30 Jahren Johann Fischer. Seit 40 Jahren Ludwig Dufter, Leo Doorakkers und Rupert Ries. Und bereits seit 55 Jahren Martin Schleier.

os

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