Beliebt bei den Kindern: Die Station „Vom Kalb zur Kuh“. fotos: hh

Osteraktion auf dem Pfaffenwinkler Milchweg ein voller Erfolg

Rottenbuch - Der Aktionstag des Milchfrühlings der Landfrauen kam über die Ostertage bei den Besuchern bestens an.

Ihr verschlägt es selten die Sprache, aber an diesem Ostermontag war selbst sie sprachlos: Kreisbäuerin Silvia Schlögel war überwältigt von der guten Resonanz der Osteraktion am Pfaffenwinkler Milchweg. Der Aktionstag des Milchfrühlings der Landfrauen kam bei den Besuchern bestens an. Gerade junge Familien nutzten diesen sonnigen Bilderbuchtag, um mit ihren Kindern die verschiedenen Stationen zu durchwandern.

Drei Generationen der Familie Mändler aus Füssen hatten sich etwas Besonderes vorgenommen. Die „Geo-Coaching-Begeisterten“ waren mit neuesten GPS-Orientierungsgeräten ausgestattet und wanderten den Milchweg auf ihre eigene Art ab. In einer vorgegebenen Liste waren die Koordinaten aller Stationen genau angegeben und mussten per GPS Gerät angelaufen werden.

Zahlenwerte, die an den Stationen ermittelt wurden, ergaben dann die Schlusskoordinate. An dieser Anlaufstelle war eine „Urne“ deponiert, in die, ähnlich wie in ein Gipfelbuch, Erfahrungen und Bemerkungen eingetragen werden können. Familienoberhaupt Hans-Jörg war am Ende der Tour voll des Lobes. „Die Kombination aus reizvoller Natur und neuester Technik beim Wandern weckt auch das Interesse unserer Enkel“, erklärt der junggebliebene Opa beim Eingeber den neuen Daten.

Osteraktion am Pfaffenwinkler Milchweg

Osteraktion am Pfaffenwinkler Milchweg

Als Charmeur der besonderen Art entpuppte sich an diesem Tag Mathias Bräu aus Schönberg. Er war als „Braxner“, also als Gehilfe auf der Kutsche von Josef Köpf eingesetzt. Während Josef als Kutscher hoch auf dem Bock das Süddeutsche Kaltblut Pass-Gespann über den Milchweg lenkte, durfte Hias die Gäste unterhalten.

Von ihm in seiner Tracht war besonders Paola aus Venezia begeistert, die ihm immer wieder lange Blicke schenkte. Paola spricht zwar kein Wort Deutsch und der Hias kein Italienisch, aber verstanden haben sie sich prächtig.

Prächtig verstand sich auch Andreas Engel von der Feuerwehr Rottenbuch mit den vielen Besuchern. Andi war als einer der Einweiser am Parkplatz eingesetzt und führte fast mit jedem der Gäste ein herzliches Gespräch. „Die Rheinländer waren die Lustigsten, dicht gefolgt von den Österreichern und dann kamen die Italiener, das war auch lustig, die hab ich nicht verstanden“, gab Andreas zum Besten.

An den Stationen war Kurzweiligkeit angesagt. Während am Start und Ziel von den „Großen“ eine Brotzeit eingenommen werden konnte, durften die „Kleinen“ Osterhasen aus Stroh basteln. Die Eiersuche im Heuhaufen war genauso lustig wie das Melken einer Plastik-Kuh. Wohl dem, dessen Gasballon mit dem Adressenkärtchen nach dem Start am Weitesten fliegt, der gewinnt einen Urlaub auf dem Bauernhof.

Alles rund um die Imkerei konnte man sich von Georg und Gabriele Nagl erklären lassen. Bei ihm begehrt: Frischer Wabenhonig. Diese gesunde Kombination aus Wachs und Honig kam bei den Besuchern ganz gut an und war mittags vergriffen.

Seine Geschicklichkeit konnte man am Stand der Landjugend bei Martin Schwaiger unter Beweis stellen: Dort war ein Eierlauf angesagt. Während an die Kinder für einen fehlerlosen Lauf die Eier verteilt wurden, konnte man bei Schwaiger „Sündiges“ feststellen. Im Gegensatz zu allen Stationen, an denen Milch oder Milchprodukte angeboten wurden, kochte der sein eigenes Süppchen. Er linderte seinen Durst an der Station mit einer „kühlen Blonden“.

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