Papierfabrik Schongau feiert Jubiläum: 125 Jahre Tradition und Fortschritt

Schongau - 125 Jahre Papierfabrik Schongau sind 125 Jahre Tradition und Fortschritt - und zugleich eine Erfolgsgeschichte. Heute produziert das Werk Schongau über 2100 Tonnen Papier pro Tag.

„Diese beeindruckende Entwicklung und Leistungsfähigkeit ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Aufbauarbeit, Hartnäckigkeit, Innovationsfreudigkeit, der motivierenden Führungskultur und dem Umgang miteinander“, stellte Werksleiter Winfried Schaur beim Jubiläumsabend fest. Unternehmerische Professionalität und Wertschätzung für den Menschen seien in Schongau seit Anfang an eng miteinander verknüpft.

So ist es auch kein Wunder, dass Schaur als Werksleiter „nur“ acht Vorgänger seit Gründung des Standortes Schongau hat. „Ein klarer Ausdruck von Kontinuität“, betonte Schaur, der zum Jubiläumsabend auch drei seiner Vorgänger begrüßen konnte: Richard Süttinger (101 Jahre alt), Fritz Holzhey und Erwin Krauthauf.

Schaur ließ in seiner Festrede die Meilensteine der 125-jährigen Werksgeschichte Revue passieren und betonte, dass die Herausforderungen heute größer denn je seien. Medien, Märkte, Technologien, Produkte und Unternehmen würden globaler. Für jeglichen Kommunikations- und Informationsbedarf habe der Endverbraucher heute ein umfassendes Sortiment an Papier/Druck und elektronischen Medien zur Verfügung. Das stelle die Papierindustrie vor große Herausforderungen und das bedeute für ein Werk wie Schongau, „dass die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Kosten der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Standortes ist“.

In den vergangenen neun Jahren - also seit der letzten Großinvestition mit der PM 9 - wurden laut Schaur rund 140 Millionen Euro in den Standort Schongau investiert. Am 1. Februar dieses Jahres gab es ein ganz besonderes Jubiläumsgeschenk: Der Aufsichtsrat genehmigte den Bau eines neuen Gaskraftwerkes mit Kraft-Wärme-Kopplung und einer Gesamtinvestitionssumme von 85 Millionen Euro. „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Schongau und wird dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes weiter auszubauen“, so der Werksleiter.

Schaur berief sich hierbei auf eine wichtige Grundregel der Geschäftsaktivitäten, die nämlich besage: Man muss sich ständig weiterentwickeln - gerade dann, wenn man scheinbar weit oben steht. „Das wurde und wird in Schongau immer beherzigt - in guten und in schwierigen Zeiten“, bestätigte Schaur und bedankte sich bei allen, die diese Entwicklung möglich gemacht haben. Gleichzeitig forderte er alle „Aktiven“ auf, auch die Herausforderungen der Zukunft „proaktiv“ anzugehen.

Da stimmte auch Hartmut Wurster, Mitglied des Konzernvorstands und Geschäftsführer der deutschen UPM-Gesellschaften, in seinem Grußwort mit ein. Er bezeichnete Schongau als eines der weltweit leistungsfähigsten Werke im Zeitungsdruckpapierbereich, das immer schon eine Vorreiterrolle eingenommen habe. Deshalb sei ihm um die Zukunft des Werkes Schongau nicht bange.

„Die Papierfabrik ist eine feste Säule des Wirtschaftsstandorts Schongau“, bestätigte Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl und hob hervor, dass die Unternehmer Haindl/Holzhey sich stets auch im sozialen Bereich engagiert hätten. Und Landrat Friedrich Zeller fügte hinzu: Die Papierfabrik habe die Stadt Schongau „in die Moderne hineinkatapultiert“. Papiermacher - das sei ein stolzer Beruf!

Dass sich der Standort Schongau weiterhin erfolgreich im harten Wettbewerb behaupten werde, diesen Wunsch äußerte bei der Jubiläumsfeier auch Markus Erlewein von den Bayerischen Papierverbänden. Erlewein überreichte Werksleiter Schaur das Papiermacherwappen in Keramik als kleines Dankeschön.

Michael Gretschmann

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