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Diese Info-Broschüre soll an alle Schongauer Haushalte verteilt werden.

Flyer werden verteilt

Parkraumkonzept Schongau: Info-Offensive vor Start

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Schongau - Jetzt wird es ernst mit dem neuen Parkraumkonzept für die Schongauer Altstadt: Ab dieser Woche ist die Broschüre im Rathaus erhältlich und wird an Unternehmen und Behörden verteilt. Per Postwurfsendung soll sie auch in alle Schongauer Haushalte kommen. Start des Konzepts ist am Montag, 31. Oktober.

Mehr als sieben Jahre ist es her, dass das Wort „Parkraumkonzept“ für die Altstadt im Schongauer Stadtrat erstmals diskutiert worden ist. Nach langen Pausen schien das Projekt schon in den Tiefen einer Schublade verschwunden zu sein, ehe im April die neue Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt ein Konzept vorstellte. Das wurde den Bürgern vorgestellt, noch in Teilen abgeändert und vereinfacht, der Stadtrat hat gestaffelt zugestimmt – jetzt kann’s losgehen.

Die von der Stadt gestaltete Info-Broschüre ist fertig und wird seit dieser Woche verteilt. Im Vorwort schreibt Bürgermeister Falk Sluyterman über die Ziele, die die Stadt mit dem neuen Konzept erreichen will: Eine gute Erreichbarkeit von Behörden und Einrichtungen, weiter günstige und komfortable Parkmöglichkeiten für Anwohner, den Kunden und Besuchern einen entspannten Aufenthalt ermöglichen und nicht zuletzt das Parken aus unternehmerischen Gründen zu vereinfachen.

Eine Stunde kostenlos parken

Da steht natürlich an erster Stelle das radikale Zusammenstreichen der derzeit acht Parkzonen auf nur noch zwei – eine mit maximal einer Stunde Parkzeit, die andere unbegrenzt. Und als großer Marketing-Aspekt natürlich der plakative Titel „Eine Stunde überall kostenlos parken“. Zwar muss zur Kontrolle immer ein Parkschein gezogen werden, die beliebten gelben Zettel mit „20 Minuten kostenlos parken“ sowie Parkscheiben sind künftig tabu. Doch Geld muss nur der einwerfen, der länger als eine Stunde parken will.

„Das ist eine gute Maßnahme, um sich gegen die Konkurrenz auf der grünen Wiese zu behaupten“, sagt Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern, der die Einzelhändler vertritt. Man unterstütze das, denn die Leute seien manchmal paradox: „Die kaufen sich einen Fernseher für 1000 Euro und regen sich über zwei Euro Parkgebühr auf.“

Bevor das Parkraumkonzept am 31. Oktober startet, können sich Altstadt-Parker noch in Ruhe mit einem Instrument auseinandersetzen, das Voigt sehr am Herzen liegt und auch in der Info-Broschüre breiten Raum einnimmt: das Handy-Parken. Das ist günstiger, die Wirtschaftsförderin preist es als „bargeldlos und bequem“. Alle Anbieter werden auch auf den Parkscheinautomaten genannt, denn es gibt Unterschiede. Manche funktionieren neben einer App auch mit SMS, andere kann man auch anrufen. Die Zahlungsart variiert von Kreditkarte über Lastschrift zur Vorauskasse. Der Vorteil: „Man kann die Parkzeit nach Bedarf stoppen oder verlängern“, so Voigt. Das ist bei einem einmal gezogenen Ticket nicht möglich. Bleibt abzuwarten, wie die Bürger diese Variante annehmen.

Bedürfnisse sollen erfüllt werden

Wichtig ist Sluyterman der Aspekt, dass mit dem neuen Konzept die Bedürfnisse aller Arbeitnehmer, denen der Weg von den (kostenlosen) Parkplätzen außerhalb der Stadtmauer vor allem aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen kaum zuzumuten, ausdrücklich respektiert werde. Das Tagesticket kostet höchstens sechs Euro, die Parkzeiten gelten täglich von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr. Wer also unter der Woche nach 18 Uhr parkt, kann am nächsten Tag dank kostenloser Stunde bis 10 Uhr stehen.

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