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Pater Johannes Kargl ist neuer Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Lechrain.

Pater Johannes neuer Kaplan im Lechrain

Wen der liebe Gott herausgesucht hat

Reichling/Lechrain - Pater Johannes Kargl ist neuer Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Lechrain: Der Seelsorger ist seit Donnerstag der zweite Priester neben Pfarrer Michael Vogg.

Es ging alles ganz schnell: Erst vor drei Monaten hatte der Pater erfahren, dass er in den Lechrain kommen soll. Sein Vorgänger Pater Julius war ganz kurzfristig nach Vilgertshofen abberufen worden.

Am Mittwoch dieser Woche war Kargl noch in Österreich, wo er bis jetzt in Blindenmarkt als Kaplan war. Und am Mittwochabend musst er dann auch schon flugs nach Deutschland abreisen – um am Donnerstag seine erste Heilige Messe in Kinsau halten zu können.

Der neue Kaplan hatte diese Woche wahrlich schon einen stressigen Beginn. Umso mehr schätzt er die Ruhe, die er hier im Lechrain vorfindet: „In Blindenmarkt wohnte ich an der Autobahn, die nach Wien führt“, erzählt er. Da geht es in den sechs Lechrain-Pfarreien im südlichen Landkreis Landsberg schon viel ruhiger und auch beschaulicher zu.

Der Kaplan in der Ferienwohnung

In Epfach hat der Kaplan Anfang dieser Woche schon seine neue Wohnung bezogen: Er lebt in einer der Ferienwohnungen im ehemaligen Schulgebäude.

Aufgewachsen ist Kargl, der bald seinen 35. Geburtstag feiert, in Puchheim bei München. In St. Ottilien besuchte er das Gymnasium und wurde nach dem Abitur gleich zum Wehrdienst einberufen. Danach wollte er ursprünglich Forstwirtschaft studieren. Doch gleichzeitig war da noch der Gedanke, Priester zu werden: Ein Ruf, den er eigentlich schon sehr lange verspürt hatte – schon als Dreizehn- oder Vierzehnjähriger, als der Leiter seiner Pfadfindergruppe damals ins Kloster eintrat.

Es dauerte jedoch eine ganze Zeit lang, bis Kargl selbst hundertprozentig davon überzeugt war, dass der Priesterberuf auch tatsächlich seine Berufung sein sollte. Der Leiter eines Priesterseminars riet ihm damals: „Du kannst deine Berufung viel besser überprüfen, wenn du ein Priesterseminar machst.“

Johannes Kargl folgte dem Rat – entschied sich gegen die Forstwirtschaft und für das Priesterseminar. Und ist heute sehr dankbar darüber: Denn inzwischen weiß er, dass dies in jedem Fall die richtige Entscheidung für ihn war.

Während seiner Arbeit in Blindenmarkt, wo er erst als Diakon und seit seiner Priesterweihe im Dezember 2013 als Kaplan tätig war, habe sich dies immer wieder bestätigt. „Der liebe Gott hat mit jedem Menschen etwas vor“, meint der Seelsorger. „Und wenn Gott etwas für mich herausgesucht hat, dann wollte ich auch darauf vertrauen, dass dies das richtige ist.“

Viel Jugendarbeit

Seit 2007 gehört Pater Johannes der Ordensgemeinschaft SJM (Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens) an. Was sicher auch der Pfarreiengemeinschaft Lechrain zugute kommt: Denn der relativ junge Orden macht sehr viel Jugendarbeit. Er begleitet Pfadfindergruppen, organisiert Zeltlager und richtet den Familiensonntag aus. Und so hat Pater Johannes in seiner Ordensgemeinschaft bereits an Erfahrung in der Jugendarbeit gesammelt, die er jetzt auch im Lechrain einsetzen will.

Auf seine neue Aufgabe in den sechs Lechrain-Pfarreien freut er sich schon sehr. Am Sonntag hat er bereits seine erste Taufe – in Epfach, seinem neuen Wohnort.

Manuela Schmid

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