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Kurze Pause beim Schwimmen: Initiatorin Patricia Breunig (links) freut sich über die rege Teilnahme beim Spendenschwimmen im Plantsch. Im Wasser die Schwimmer des Krankenhauses Schongau mit (v.l.) Marco Zachrau, Florian Kassner, Johannes Breunig, Ramona Breunig, Dr. Michael Platz, Gerhard Kassner und Dr. Ingrid Breunig.

Spendenaktion einer Schongauer für Kinder in Namibia

Viele schwimmen für Patricia Breunig

Schongau - Patricia Breunig hat ein nasses Vorhaben, das sie gerne in trockene Tücher wickeln will. Mit einem Spendenschwimmen hat die Schongauerin Geld gesammelt, um an einer Schule in Namibia den Bau eines Schwimmbeckens mit zu realisieren. Viele Wasserratten helfen ihr dabei.

Über sechs Monate lang hat Patricia Breunig ein Praktikum an der Privaatskool Elnatan in Stampriet, Namibia absolviert. Während dieser Zeit musste die Schongauerin feststellen, dass dort die Möglichkeiten für einen Schwimmunterricht geradezu katastrophal sind.

In einer Art Wasserreservoir in der Größe von vier mal neun Metern konnten die Schüler höchstens einmal die Woche Badeversuche unternehmen. An einem geregelten Schwimmunterricht ist nicht zu denken.

Patricia, selbst eine begeisterte Schwimmerin einer engagierten Schwimmerfamilie, will Abhilfe schaffen. Schon vor Ort in Namibia bringt sie Ideen mit ein. Ein Konzept entsteht, um für die derzeit 360 Schüler eine vernünftige Möglichkeit zu finden, an das Element Wasser und einen konzentrierten Schwimmunterricht herangeführt zu werden.

Dabei reift in ihr auch der Plan, zurück in der Heimat ein Spendenschwimmen zu organisieren. Die Örtlichkeit ganz klar: Das Plantsch in Schongau. Schließlich kennt man sie dort. Schnell ist Geschäftsführer Andreas Kosian mit ins Boot geholt, Bürgermeister Falk Sluyterman unterstützt ebenfalls tatkräftig.

Das Spendenschwimmen nimmt seinen Lauf. Alles ganz einfach. Jeder Schwimmer sucht sich einen Sponsor und legt mit ihm einen bestimmten Betrag für jede geschwommene Bahn fest. Der eine schwimmt, der andere zahlt. Sofort von der Aktion begeistert ist Dr. Michael Platz, der „weiße Hai“ des Krankenhauses Schongau. Er schart schwimmbegeistertes Personal um sich und kann Geschäftsführer Thomas Lippmann ebenfalls begeistern. Nicht als Schwimmer, Lippmann soll zahlen. Sozusagen Zahlmeister für eine großartige Aktion. 50 Cent für eine Bahn will er locker machen. Für Dr. Platz und Co. eine „gmahte Wiesn“.

Schon beim Aufwärmen schwimmt Platz lockere 220 Bahnen runter, seine Mitstreiter stehen ihm wenig nach. Am Beckenrand eine strahlende Patricia Breunig. Wie von ihr zu erfahren ist, hat ihre Aktion an der Schule in Namibia für viel Wirbel gesorgt. Wirbel, der via Internet bis ins Plantsch reicht. Immer wieder muss sie den Stand der Aktion in ihr Mobiltelefon tippen.

Und die Schwimmer im Becken ? Die schwimmen locker vom Hocker, so nach dem Motto: „Der Lippmann soll bluten“. Insgesamt kommen alleine die 14 Krankenhaus-Schwimmer auf 60 Kilometer Schwimmleistung.

Wer diese Aktion auch nachträglich noch unterstützen möchte oder Fragen hat, kann sich gerne per Mail bei patriciabreunig@aol.com melden.

Hans-Helmut Herold

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