aus dem gericht

1200 Euro Geldstrafe für Joint

Peiting - Weil er gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen hatte, wurde ein 31-Jähriger, der damals in Peiting lebte, in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Weilheim zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.

Laut Anklageschrift wurde bei der Durchsuchung der Wohnung des 31-Jährigen ein angerauchter Joint gefunden, der Besitz von Betäubungsmitteln ist strafbar. Der Angeklagte gab zu, dass das sein Joint war. Den habe ihm ein damaliger Freund gegeben, der die Kräutermischung, die in dem Joint verarbeitet war, im Internet bestellt habe. „Der hat mir was abgegeben.“

Der Joint war nicht so gut

Doch der Joint sei nicht gut gewesen. „Ich hab‘ angefangen, dann aufgehört. Kräutermischung bringt nix“, sagte der Angeklagte vor Gericht. Deswegen habe der angerauchte Joint in seiner Wohnung gelegen. Inzwischen ist der Mann aus Peiting weggezogen, deswegen habe er auch keinen Kontakt mehr zu dem damaligen Freund. Er kenne nur dessen Vornamen, habe alle Nummern gelöscht und wisse nicht, wo der ehemalige Freund lebe, antwortete der Angeklagte auf die Fragen von Richterin Katrin Krempl nach der Identität desjenigen, der ihm den Stoff weitergegeben hatte. Vom Rauschgift sei er inzwischen losgekommen: „Seit ich aus Peiting weggezogen bin, nehme ich gar nichts mehr“, sagte der 31-Jährige. Bis dahin habe er jeden Tag drei Joints geraucht. „Morgens, mittags und abends.“ Als abhängig wollte sich der Mann dennoch nicht bezeichnen.

Noch keine Arbeit gefunden

Der Angeklagte hat bereits neun Einträge im Bundeszentralregister. Er hat im Jahr 2012 das letzte Mal gearbeitet, weil er eine Ausbildung begonnen hatte. Diese musste er aber abbrechen, weil er ins Gefängnis musste. Dort war er bis im vergangenen Jahr. Anschließend kam er nach Peiting, wo am 3. September der Joint gefunden wurde. Eine Arbeit habe er bis jetzt nicht gefunden, sagte der Angeklagte.

Angesichts der geringen Menge an Betäubungsmitteln, die bei dem Angeklagten gefunden wurde, beließ es die Richterin bei einer Geldstrafe. „Ich denke, das ist ausreichend“, sagte sie bei der Urteilsbegründung.

Kathrin Hauser 

Rubriklistenbild: © dpa

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