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Unterkunft für Asylbewerber  

Flüchtlinge in Container an der Erlachstraße

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Peiting – Sie sind angekommen. Vorerst. Etwa 20 Asylbewerber haben in Peiting eine neue Interims-Heimat gefunden. In diesem Jahr erwartet die Marktgemeinde Peiting bis zu 75 weitere Asylsuchende. Sie sollen in Containern am Erlachstraße untergebracht werden.

Update: Aufgrund eines Übertragungsfehlers ist es in unserer Printausgabe vom Wochenende zu Fehler gekommen. Fälschlicherweise wurde in der Zeitung statt der Erlachstraße der Erlenweg als Standort gedruckt. Wir bitten um Entschuldigung! Lesen Sie hier die korrigierte Version:

Hier hat ihre Flucht ein Ende. Vorerst. Aufatmen. Durchschnaufen. Mit den verunsicherten Blicken der Nachbarn leben. Die eigene Unsicherheit verbergen. Irgendwie nach vorne schauen: Etwa 20 Asylbewerber sind in Wohnungen in Peiting untergekommen. Wo das ist? Das weiß keiner außer der Asylbehörde im Landratsamt.

Vielleicht ist das auch gut so, in diesen Zeiten, in denen Gruppierungen wie „Pegida“ für Verunsicherung sorgen. Datenschutz wird groß geschrieben. Immerhin leben die Verfolgten weiter in ständiger Bedrohung. Keiner darf wissen, wo diese Menschen leben, die irgendwie immer auf der Flucht sind. Nicht einmal der Bürgermeister. „Ich habe das über die Nachbarn erfahren“, deutet Michael Asam an.

In einer Nacht- und Nebelaktion im Wohnblock einquartiert. Keine leichte Situation. Weder für diejenigen, die hier schon irgendwie immer wohnen und plötzlich mit diesen „Fremdlingen“ konfrontiert werden. Noch für diejenigen, die ohnehin schon wie Außerirdische sind in dieser Welt. Noch immer auf der Flucht. Vor Blicken. Vor der Zukunft. Die Nachbarn sollten zumindest vorbereitet sein. Klar würde jeder gerne wissen, wer da so einzieht nebenan, ein Stockwerk tiefer. „Aber mir sind die Hände gebunden wegen des Datenschutzes.“

Derzeit lässt Gemeindechef Asam juristisch prüfen, ob man das mit dem Datenschutz auch anders regeln kann. Dass zumindest er als Gemeinde-Chef im Vorfeld sensibilisieren kann, für das, was da kommt. Zumindest für das große Konzept will er das jetzt versuchen. Und zwar lange, bevor es zu Irritationen kommen kann: Bei einer großen Informations-Veranstaltung für alle Betroffenen, Helfer und alle interessierten Bürger will Asam am kommenden Dienstag, 3. Februar, um 19 Uhr im Sparkssensaal alle offenen Fragen zum großen Asyl-Projekt klären, das noch in diesem Jahr auf Peiting zukommt:

Wohn-Container für maximal 75 Asylsuchende am Erlachstraße. Das Grundstück gehört der katholischen Kirche. Und von der Erzbischöflichen Finanzkammer ist das Vorhaben bereits abgesegnet: Ja, hier sollen in Gottes Namen die Menschen einen Unterschlupf finden, die auch wegen ihres Glaubens verfolgt werden. „Das ganze geht jetzt seinen normalen Weg“, sagt Asam. Bauantrag. Gemeinderat. Landratsamt. „Nur, dass es wahrscheinlich schneller geht als sonst.“

Klar, wohin mit diesen vielen Menschen, die Zuflucht suchen. Auch Peiting wird hier seinen (kleinen) Teil beitragen. Wie viele Asylbewerber tatsächlich noch kommen und wann, das steht in den Sternen. Wichtig ist Bürgermeister Asam jetzt, „dass die Leute das akzeptieren und dass diese Menschen im Ort aufgenommen werden. Und dass sich noch Ehrenamtliche finden, die diesen Menschen die ersten Schritte hier erleichtern.“

Von Barbara Schlotterer-Fuchs

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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