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Links Gunnar Prielmeir (57), daneben sein Stellvertreter im Gemeinderat Herbert Salzmann und Nicole Gindhart.

Stühlerücken im Gemeinderat

SPD: Christian Lory wird Fraktions-Chef

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Peiting – Bei der letzten Sitzung in diesem Jahr gab es noch einmal Stühlerücken im Peitinger Gemeinderat. Der SPD-Fraktionvorsitzende Gunnar Prielmeier gibt sein Amt zum 1. Januar ab. An einen jüngeren Kollegen mit Ambitionen.

Inoffiziell war es schon vor zweieinhalb Jahren kein Geheimnis mehr, dass Gunnar Prielmeier seinen Posten gern unters Volk bringen möchte. Seit 1996 ist er im Gemeinderat, SPD-Chef seit 2002. „Altersbedingt“, wie der 57-Jährige selbst sagt. Er wolle den Platz für jüngere freimachen. Was aber nicht heißen soll, dass sich der Peitinger aus dem Gemeindeleben zurückziehen möchte. „Ich bleibe nach wie vor aktiv in der Partei – wenn auch mehr im Hintergrund. „Ich gehe zurück ins zweite Glied“, sagt Prielmeier. Er finde einen Generationenwechsel in dem Gremium sehr gut. „Die Jüngeren können am Beten bei der Zukunfts-Planung wie Verkehrsführung oder Schul-Themen mitreden und -bestimmen.“ Mit dem 30-jährigen Christian Lory hat sich da ein Kandidat gefunden.

Christian Lory (30)

„Ich weiß, dass es eine große Verantwortung ist, die größte Fraktion im Gemeinderat zu führen“, sagt er auf Nachfrage. Für ihn stehe vor allem die gute Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Vordergrund. „Wir wollen möglichst wenig Parteipolitik betreiben.“ Allerdings gebe es schon Angelegenheiten, die anzupacken sind. So müsse das Angebot der Ganztagsschule in Peiting ausgebaut werden. „Wir müssen die Lücken, die die AWO bei der Mittagsbetreuung hinterlässt schließen“, so der angehende SPD-Fraktionsvorsitzende. Aber auch was die Wohnungssituation angeht, gibt es Handlungsbedarf. „Wir brauchen den sozialen Wohnungsbau und auch Eigenheime.“ Ziel sei es, den Bedarf zu befriedigen.

Parteikollege und Bürgermeister Michael Asam dankte Gunnar Prielmeier für sein Engagement: „Es war immer ein angenehmes Miteinander.“ Der 57-Jährige selbst tritt mit einem lachenden Auge zurück. „Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass ich mit den Gemeinderats-Mitgliedern immer auf einer freundschaftlichen Ebene kommunizieren konnte. Ich war nie auf Streit aus.“ Jetzt wolle er das Feld aber den Jüngeren überlassen.

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