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Verwachsen und zugeschüttet: So sieht derzeit die Peitinger Gemeindekiesgrube aus. Die Haufwerke (links) stammen von Ausgrabungen der Bahnhofstraßen-Sanierung. An dieser Stelle sollen nun 2017 die provisorischen Parkplatz für die Fußballplätze eingerichtet werden.

Wegen Entwässerung

Fußballplatz-Bau verzögert sich erneut

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Peiting - Auch 2017 wird in der Peitinger Gemeindekiesgrube kein Rasen verlegt. Damit verzögert sich das Projekt Fußballplätze bereits zum dritten Mal – ausnahmsweise nicht wegen erhöhter Altlasten-Werte.

Der Fußballplatz-Bau in Peitings Gemeindekiesgrube – eine unendliche Geschichte? In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde bekannt gegeben, dass auch dieses Jahr definitiv nichts mehr passieren wird. Damit verschieben sich die Bauarbeiten schon zum dritten Mal. Allerdings erstmals nicht wegen plötzlich auftauchender Altlasten.

Zu Beginn des Jahres splittete Marktbauamtsleiter Jochen Rohrmoser den Bebauungsplan auf (wir berichteten), um den Fußballplatz-Bau unabhängig der Altlasten-Detailuntersuchung, die noch immer nicht gemacht wurde, fortzusetzen. Ende 2016, hieß es, solle zumindest der Naturrasen verlegt werden. Was bei dieser damaligen Aussagen noch nicht in trockenen Tüchern war: Der Entwässerungsplan.

Rohrmoser hatte die Idee, das Wasser des oberen Bereichs, auf dem die provisorischen Parkplätze entstehen, in den Kanal der Untereggstraße zu leiten. Das klappt aber nicht, „weil der bereits voll ausgelastet ist“, keine zusätzlichen Wassermassen (im Falle eines Starkregens) aufnehmen kann. Kurz um: Das Wasser muss nun komplett, sowohl vom oberen als auch unteren Bereich, in eine Rigole (Pufferspeicher für Regenwasser) unter den geplanten Fußballplätzen geleitet.

Im Frühjahr 2017 soll endlich weitergebaut werden

Die Pläne dieser Form der Entwässerung sind jetzt fertig, müssen nun vom Weilheim-Schongauer Landrats- und Wasserwirtschaftsamt abgesegnet werden. „Das dauert mindestens bis September“, sagt Rohrmoser, der die Arbeiten über den kommenden Winter ausschreiben und vergeben möchte, damit im Frühjahr 2017 dann endlich weitergebaut werden kann.

Wer aktuell einen Blick in die Gemeindekiesgrube wirft, findet zahlreiche Kieshaufen und von Unkraut verwachsene Erdwalle vor. „Die Haufwerke sind alle aus der Bahnhofsstraße“, sagt Rohrmoser. Auch die müssen noch auf Altlasten untersucht werden, bevor sie anderweitig Verwendung finden. Und die verwachsenen Hügel? Die sind der beste Beweise dafür, dass dort unten nichts vorwärts geht. Man könnte meinen, im Frühjahr 2017 startet das Projekt bei Null.

250 000 Euro Mehrkosten sind wegen der zahlreichen Bau-Verzögerungen bislang angefallen. Verschwendetes Geld, dass die Peitinger Fußballer nicht wirklich belastet. Das Hinauszögern des Baus dagegen sehr wohl. „Das ist eine langwierige Geschichte, ich versuche mich nicht mehr darüber aufzuregen“, so Fußball-Vorsitzender Uwe Enzmann, dem so oder so die Hände gebunden sind. Außerdem: „Ich weiß, dass Jochen Rohrmoser voll dahinter steckt und selbst froh ist, wenn das Projekt endlich von seinem Schreibtisch ist.“

Pachtvertrag vom Bachfeld läuft noch

Nach wie vor dient den Peitinger Fußballern das Bachfeldgelände als meistgenutztes Trainingsgelände. „Der Pachtvertrag dürfte noch bis 2018 laufen“, meint Enzmann. Optimal ist die Lösung dort auch nicht. „Sobald sich jemand vehement gegen den Lärm beschwert, darf man dort nicht mehr spielen“, sagt Rohrmoser über die Plätze, die direkt ans Wohngebiet angrenzen. Laut Enzmann habe es diesbezüglich aber noch keine Probleme gegeben. „Da regen sich die Leute wegen Lärm auf dem Feuerwehrfußballplatz oder dem Birkenriedstadion schon eher auf“, erklärt der Marktbauamtsleiter.

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