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So soll es ausschauen: Hier ist eine Visualisierung der ersten Bauetappe zu sehen.

Im Dezember soll alles fertig sein

Gaplast: Mehr Mitarbeiter im Obergeschoss

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    Ludwig Hutter
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Peiting - Rund eine Million Euro kostet der Ausbau des Gaplast-Standorts in Peiting. Im Dezember soll das neue Obergeschoss fertig sein. Es bietet Platz für Mitarbeiter, die aus dem Werk in Saulgrub-Altenau übersiedeln.

„Es ist wirklich sehr, sehr gut für uns gelaufen“, sagt Gaplast-Eigentümer Roland Kneer. Binnen vier Jahren konnte der Verpackungsspezialist für Medizin-, Pharma- und Kosmetikprodukte seinen Umsatz um ein Drittel auf aktuell 30 Millionen Euro steigern. Wesentlichen Anteil daran hat der von Peneder Businessbau 2012 geplante und neu errichtete Produktionsstandort in Peiting. Dessen intelligente Gebäudelogistik hat für einen klaren Wettbewerbsvorteil gesorgt. Jetzt wird dieser um eine Million Euro ausgebaut (wir berichteten).

Bis Dezember – nach fünf Monaten Bauzeit – entsteht ein Obergeschoss mit 400 Quadratmetern Bürofläche. Diese Bauetappe ist der erste Schritt einer Wachstumsstrategie. Bis 2022 soll Peneder den Standort in Peiting auf rund 10 000 Quadratmeter ausweiten. Dann wird dieser das Stammwerk in Saulgrub-Altenau als Unternehmenssitz ablösen, sowie alle Mitarbeiter und die Produktion beherbergen.

Rund eine Million Euro investiert Gaplast in die Erweiterung der Bürokapazitäten. Belegt werden diese von Mitarbeitern, die aus dem völlig ausgelasteten Werk in Saulgrub-Altenau übersiedeln.

Planung war langfristig

So kurz die Realisierungsphase ausfällt, so langfristig war die Planung. „Bereits beim Spatenstich für den neuen Standort im März 2011 war diese Erweiterung von Peneder-Architekt Ivo Kux schon mitgeplant“, erklärt Roland Kneer . „Deshalb fügt sich das neue Geschoss auch nahtlos in die vorhandene Bausubstanz ein.“ Die besondere Herausforderung für das Team von Peneder Businessbau besteht diesmal darin, den Bau zu realisieren, ohne den laufenden Betrieb zu stören.

„Wir wollten einen offenen Raum schaffen, der Begegnung mit Kollegen und Kunden forciert und somit die Unternehmenskultur von Gaplast widerspiegelt, die von einem partnerschaftlichen Miteinander von Kunden und Lieferanten geprägt ist“, erklärt Christian Peneder, Geschäftsführer von Peneder Businessbau.

Gelungen ist das mit einem egalitären Modell, in dem sich Arbeitsplätze, Besprechungsnischen, Denkerzellen, ein Konferenz- sowie ein multifunktionaler Besprechungsraum, Besucherlounges und Kommunikationsinseln mit Diskretionsbereichen, die an Telefonzellen erinnern, zu einem stimmigen Ganzen ergänzen. Textile Absorber regulieren die Akustik, High End-Technik erlaubt virtuelle Kundenbesuche. Für ein zusätzliches Signal der Offenheit sorgt der begrünte Pausenhof für alle auf dem Dach.

Der Stammsitz in Altenau wird allerdings nicht aufgegeben

Noch vor einigen Jahren stellte sich die Situation völlig anders dar: Es gab in Altenau keine Erweiterungsmöglichkeit für den Verpackungsspezialisten für Medizin-, Pharma- und Kosmetikprodukte. 2012 baute der Betrieb in Peiting neu. Gerüchte machten die Runde, die Firma könnte eines Tages ganz ins Schongauer Land übersiedeln. Diese Pläne sind nun wohl vom Tisch. Im Zuge eines langfristigen Erweiterungsszenarios, das nach Angaben von der Geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Leonie Kneer einen mehrfachen, zweistelligen Millionenbetrag verschlingen wird, sollen beide Standorte gestärkt werden. Auch in Altenau tut sich was: Begonnen wurde bereits mit dem Bau einer neuen Lagerhalle, die noch im Dezember bezogen werden soll.

Auf 200 ist inzwischen die Zahl der Mitarbeiter angestiegen: Knapp über 50 sind es in Peiting, rund 150 in Altenau.

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